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Aachen: „European Energy Award”: Aachen ist dabei

Aachen : „European Energy Award”: Aachen ist dabei

Alter schützt bekanntlich vor Torheit nicht, und so ist auch die Kaiserstadt nicht vor Fehlern auf dem Gebiet gefeit, wo sie sich schon lange engagiert - kommunaler Klimaschutz.

Als 76. Stadt in NRW hat sich Aachen in die Liste der Bewerber um den „European Energy Award” (EEA) eingereiht. Die nächsten vier Jahre werde sich das kommunale Energieteam, das sich aus einer Vielzahl von Verwaltungsdienststellen und der Stawag zusammensetzt, der Umsetzung eines langen Kriterienkatalogs widmen, erklärt Gruppenleiterin Maria Vankann.

„Durch unsere Teilnahme haben wir die Chance, eine umfassende Ist-Analyse und Bewertung aller energierelevanten Maßnahmen zu unternehmen”, sagt Umweltdezernentin Gisela Nacken.

Dabei dürften die Chancen auf die Auszeichnung mit dem EEA nicht schlecht stehen: Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte seit 1992, Kohlendioxid-Minderungskonzept seit 1998, das „Aachener Modell” als Vorlage zum „Erneuerbare Energien”-Gesetz, 2005 das Energieeffizienzkonzept als erste Stadt in Deutschland, die sechste Teilnahme am Projekt „Ökoprofit”, Angebote wie „Altbau plus” - „wir sind in vielen Energiebereichen Vorreiter, aber es hat bislang der Blick von außen gefehlt”, erläutert Nacken.

Der kommt indes vom externen Berater Andreas Hübner, der der Domstadt bei der rund 100 Fragen umfassenden Analyse ihrer Klimaschutzstärken und -schwächen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Erfüllt die Stadt mehr als 50 Prozent der aufgeführten Kriterien, bekommt sie das Zertifikat; nähert sich die Quote der 100-Prozent-Marke, gibt´s die Auszeichnung gar in Gold. 65 Prozent der rund 45000 Euro kostenden Initiative werden vom Land NRW gefördert, der Eigenanteil Aachens liegt bei rund 3800 Euro jährlich.

In den ersten neun Monaten werde man den städtischen Status quo untersuchen, erklärt Hübner, „und daraus ergibt sich ein Arbeitsprogramm, das politisch beschlossen werden muss”.

In sechs zentralen Handlungsbereichen steht Aachen künftig auf dem Prüfstand: nachhaltige Stadtentwicklungsplanung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Verwaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit.