Aachen: Eurogress schließt Millionen-Sanierung ab

Aachen: Eurogress schließt Millionen-Sanierung ab

Über zehn Jahre erstreckte sich die Modernisierung und Sanierung des Eurogress — jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen. In mehreren Bauabschnitten wurde das Gebäude an der Monheimsallee fast komplett erneuert. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem der Europasaal, ein kleinerer Veranstaltungssaal, die Kassenhalle, die Konferenzräume vier bis neun und die Küche des Gebäudes modernisiert.

In einem letzten Sanierungsabschnitt wurden nun auch die Konferenzräume eins bis drei, der Tagungstreff, die Eingangshalle und der Pförtnerbereich fertiggestellt und an das restliche moderne Erscheinungsbild des Eurogress angepasst. Auch vor dem Jahr 2005 wurden schon einige Räume renoviert. Insgesamt seien seit 1999 rund 25 Millionen Euro in die Sanierung investiert worden, sagt Kristina Wulf, Geschäftsführerin des Eurogress. „Ich halte das Ergebnis für sehr gelungen und bin stolz, so ein schönes Haus führen zu können“, sagt Wulf.

Eingangsbereich des Eurogress: Er wurde bereits vor rund zwei Jahren modernisiert.

Der Schwerpunkt des Eurogress liegt im Tagungs- und Kongressbereich. Die Sanierung des Gebäudes sei deshalb speziell auf die Anforderungen der Kunden ausgerichtet worden, erklärt Wulf. „Die Anforderungen der Kunden in diesem Bereich sind in den letzten Jahren gestiegen.“

Heute sei die Technik des Eurogress auf dem neuesten Stand, sagt Klaus-Dieter Jacoby, Beiratsvorsitzender des Eurogress. Jeder Konferenzraum verfügt nun beispielsweise über fest installierte Beamer und Leinwände. Auch im Bereich der Energieeffizienz kann das Eurogress jetzt punkten: Auf eine spezielle Isolierung wurde geachtet und es wurden LED-Leuchten verwendet.

Nötig sei die Sanierung vor allem gewesen, um weiterhin konkurrenzfähig bleiben zu können, sagt Wulf. „Gerade in NRW gibt es enorm viele Veranstaltungsstätten. Sind potenzielle Kunden nicht zufrieden, greifen sie auf Räume der umliegenden Städte zurück.“ Auch der Beigeordnete für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen, Manfred Sicking, betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Euro-gress für die Stadt. Aachen sei einer der größten Kongressstandorte in NRW.

Alle Tagungen und Kongresse bringen der Stadt als Folge der sogenannte Umwegrentabilität geschätzt 61,3 Millionen Euro pro Jahr ein — dazu gehören beispielsweise auch Steuern, die ein Restaurantbesitzer zahlt, bei dem ein Kongressgast speist.

Alle Sanierungsarbeiten wurden in den Sommermonaten durchgeführt, sodass der Veranstaltungsbetrieb weiterlaufen konnte. „Es gab keinerlei Beschwerden von unseren Kunden. Die Sanierung war eine Punktlandung“, findet Jacoby.

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