Aachen: Euregio Wirtschaftsschau lockt mit Eissauna, Craft Beer und Comedy

Aachen : Euregio Wirtschaftsschau lockt mit Eissauna, Craft Beer und Comedy

Wachstum par excellence: Zur Eröffnung hat Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp am Freitag persönlich junge Edel-Kastanien in Töpfchen gepflanzt — und reihenweise an die ersten Besucher verschenkt. „Die schmecken, wenn sie reif sind, geröstet besonders gut“, verrät er lächelnd.

Der Aachener Stadtbetrieb zählt — bevor er nach der Frostperiode rund 100.000 Blumen in kaiserstädtische Beete zaubert — zu den über 300 Ausstellern, die auf der 32. Euregio Wirtschaftsschau bis Sonntag, 11. März, täglich von 10 bis 18 Uhr in 18 Hallen auf rund 20.000 Quadratmetern des Reitturniergeländes in der Soers über hunderttausend Besucher erwarten.

Sprudelnde Vielfalt: Der Webeslogan Aachens findet bei Whirlpool-Fans reißenden Absatz — vor allem bei frostigem Wetter. Foto: Michael Jaspers

Nur wenige Millimeter dünn sind zum Beispiel die Highend-Fernseher, die Christian Thies dem Publikum präsentiert. OLED- statt LED-Technik. „Das bringt erkennbar mehr Schärfe, Dreidimensionalität und Farbtiefe — das ist in Sachen Fernsehgenuss ein technischer Quantensprung“, sagt der Experte. Nebenan wird ein weiterer Quantensprung aus Aachen präsentiert. Am Stand der Stawag kann jeder einen genauen Blick auf Aachens elektromobiles Aushängeschild, den Kleinwagen e.Go Life, werfen.

Ran an die Töpfe und Pfannen: Koch Thomas Miklai hat zur Eröffnung für Besucher feinste Rouladen gerollt und gebraten — mit pikanter Füllung. Foto: Michael Jaspers

70 Prozent der Aussteller kommen aus der Region, 25 Prozent aus Deutschland und immerhin fünf Prozent aus dem benachbarten Ausland. „Unser Ziel ist natürlich, künftig noch mehr Gäste und Aussteller aus den Nachbarländern hierhin zu lotsen“, sagt Euregio-Messen-Geschäftsführer Andreas Troßmann. In diesem Jahr ist Eupen erstmals als Partnerstadt vor Ort — und verblüfft mit Schokoladen-, Schnaps-, Bierspezialitäten und natürlich Reisetipps für Ostbelgien.

Marktplatz und Spaßpark

Die Euregio Wirtschaftsschau ist für Jung und Alt konzipiert und versteht sich als Mischung aus buntem Marktplatz und großem Spaßpark — vom Auto bis zur Alarmanlage, von der Paddeltour bis zum Putzlappen, vom Schal bis zum Strandkorb und vom Whirlpool bis zum Weichkäse alles entdecken, was der Markt hergibt. Jeder kann probieren, sich beraten lassen, Preise und Qualitäten vergleichen, nach Messeschnäppchen stöbern, Reisen buchen aber auch Tanz, Mode, Musik und Sport erleben, bei Aktionen mitmachen und an Workshops teilnehmen. „Die Stärke einer Messe wie der unseren liegt in der Live-Situation, dem unmittelbaren Austausch, der Kommunikation mit allen Sinnen“, sagt Geschäftsleiterin Kathrin Halcour.

Erstmals mit von der Partie ist die Interessengemeinschaft Eilendorf mit einigen ausgesuchten Geschäften in einer eigenen Halle. „Das ist für uns eine perfekte Chance, den Fokus auf die für Auswärtige überraschend attraktive Einkaufslandschaft bei uns zu lenken“, freut sich etwa Rewe-Chef Michael Reinartz. Eduard Redel stellt sein ganz besonderes Café vor. Vor Augen hat man eine VR-Brille — „Die modernste ihrer Art“, wie Redel betont — und taucht ab in „Shooter-Action, knifflige Puzzles und Partyspiele“. Einfach mal testen. Oder mitmachen: Thomas Minklai kocht mit Besuchern ein paar Meter weiter perfekte Rouladen.

„Jeden Tag gibt‘s ein anders Live-Gericht“, wirbt er. Und Gastronom Alwin Fiebus ist gleich mit 60 Mitarbeitern im Einsatz. In Sachen Kulinarik bleiben keine Wünsche offen: Pasta, Salate, Flammkuchen. „Aber der Renner bleibt natürlich Currywurst mit Pommes“, sagt Fiebus.

Warm ums Herz wird es auch in der Infrarot-Sauna. Bettina Schell hat aber auch Whirlpools für bis zu sechs Personen im Angebot — Markenware ab 7500 Euro. „Im Trend liegen wenige Meter lange Bassins mit Gegenstromanlage fürs Schwimmtraining“, erklärt sie.

Es gibt eben nichts, was es bis zum 11. März nicht gibt auf der Euregio Wirtschaftsschau. Sie wächst und wächst und wächst.

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