Aachen: Erst Spezialkräfte der Polizei können die Lage entschärfen

Aachen: Erst Spezialkräfte der Polizei können die Lage entschärfen

Zwei Stunden Ausnahmezustand in Rothe Erde: Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat in den Morgenstunden für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Ein 24-jähriger Mann hatte sich nach Zeugenaussagen mit einem Messer bewaffnet und kurz nach 8 Uhr in einer leerstehenden Wohnung in der Weißwasserstraße verschanzt. Zuvor soll er seine Exfreundin belästigt haben. Diese alarmierte dann unverzüglich die Polizei.

Sprungkissen aufgebaut

Den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten gelang es nicht, den Mann zum Aufgeben zu bewegen. Sicherheitshalber wurden dann auch noch weitere Rettungskräfte alarmiert, die unter anderem ein Sprungkissen vor dem Haus aufbauten, weil wohl die Gefahr gesehen wurde, dass der Mann aus dem Fenster springen würde.

Da sich die Situation nicht entschärfen ließ und der Mann wegen eines gegen ihn bestehenden Haftbefehls festgenommen werden sollte, forderte die Polizei ein Sondereinsatzkommando an. Dessen Anreise nach Aachen dauerte allerdings, so dass die weiträumige Sperrung von Weißwasserstraße und einem eil der Hüttenstraße zunächst aufrecht erhalten bleiben musste.

Erst gegen 10.10 Uhr konnten Beamte des Spezialeinsatzkommandos den Mann in der Wohnung festnehmen. Er leistete nach Aussage der Polizei keinerlei Widerstand. Der 24-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand , es gab laut Aussage der Polizeipressestelle „keine Gefährdung unbeteiligter Personen“.

(red/pol)
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