Aachen: Erst fliegt ein brennender Karton, dann klicken Handschellen

Aachen: Erst fliegt ein brennender Karton, dann klicken Handschellen

Ein Anwohner der Frankenstraße hat in der Nacht zum Dienstag von sich aus die Polizei auf die Spur seines illegalen Drogenanbaus gebracht. Er hatte für Wirbel gesorgt, als er einen brennenden Karton und eine Flasche aus seiner Dachgeschosswohnung warf - der folgende Polizeieinsatz endete dann mit drei Verhaftungen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 1.45 Uhr, Anwohner riefen die Polizei. Ein Nachbar ließ die Beamten ins Haus.

„Nach mehrmaligem Klingeln wurde die Dachgeschosswohnung dann vom Störenfried selbst bereitwillig geöffnet“, sagte Polizeisprecher Andreas Müller. In einer ersten Befragung machte der Bewohner keine Angaben, warum er die Gegenstände auf die Straße geworfen und damit Passanten in Gefahr gebracht hatte.

Die Polizisten stießen dafür auf andere interessante Dinge. Gleich mehrere Behälter zum Anbau von Cannabis, sogenannte „Grow-Kästen“, als auch tütenweise geerntetes Cannabis fanden sich in den Räumen.

Damit war aus dem Einsatz wegen Randale einer wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz geworden. Der Mieter und zwei weitere in der Wohnung anwesende Personen wurden festgenommen, die Drogen, mehrere Computer und Datenträger beschlagnahmt. Die Kripo hat die Wohnung versiegelt und Ermittlungen aufgenommen.

(red/pol)