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Bundespolizei: Erst eine Panne, dann folgt die Festnahme

Bundespolizei : Erst eine Panne, dann folgt die Festnahme

Weil ihr Auto auf der A4 nach einer Panne liegengeblieben war, sind die Insassen von der Bundespolizei kontrolliert worden. Dabei sind gleich zwei offene Haftbefehle aufgefallen.

Am frühen Mittwochmorgen gegen 3.30 Uhr entdeckte eine Streife der Bundespolizei auf dem Pannenstreifen der Autobahn A4 zwischen dem Autobahnkreuz Aachen und der Raststätte Aachen-Land ein schlecht gesichertes Fahrzeug im Dunkeln. Die Beamten sicherten den liegengebliebenen Wagen und kontrollierten die beiden Insassen.

Bei dem Beifahrer wurden zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen des gemeinschaftlichen Diebstahls in zwei besonders schweren Fällen und wegen mehrerer Fälle des gemeinschaftlichen Diebstahls festgestellt. Hier waren in den Jahren 2012 und 2013 Urteile der Amtsgerichte in Vechta und Dortmund mit Freiheitsstrafen in Höhe von zwei Jahren und sechs Monaten und einem Jahr und zwei Monaten ergangen. Davon wurde ein Teil der Freiheitstrafen bereits verbüßt, bevor der Betroffene abgeschoben wurde. Der Rest der Freiheitsstrafen wurde ausgesetzt.

Da der 32-Jährige nun erneut nach Deutschland eingereist war, lebte die verbliebene Restfreiheitsstrafe wieder auf. Er wurde festgenommen und in den Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Aachen eingeliefert. Von hier wird er in die zuständige Justizvollzugsanstalt überführt werden.

In einem weiteren Fall wurde am Dienstagabend ein 21-jähriger Mann am Hauptbahnhof Aachen festgenommen. Er war zuvor mit der Regionalbahn aus Belgien eingereist. Er legte den Beamten einen vietnamesischen Reisepass mit einem ungarischen Aufenthaltstitel vor. Bei Inaugenscheinnahme des Reisepasses und des Aufenthaltstitels wurde festgestellt, dass hier ein Ausweismissbrauch vorlag. Des Weiteren wurde ein Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Hof wegen Einschleusens von Ausländern festgestellt. Es lag eine Geldstrafe in Höhe von 470 Euro oder eine ersatzweise verhängte Freiheitsstrafe von 40 Tagen vor.

Da der 21-Jährige die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde die Haftstrafe vollstreckt. Er wurde in den Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Aachen eingeliefert. In erwartet zudem noch eine Strafanzeige wegen des Ausweismissbrauches und der unerlaubten Einreise. Nach Verbüßung der Haftstrafe sieht man eine Abschiebung in sein Heimatland vor.

(red/pol)