Aachen: Erneut Planänderungen in Sachen Lütticher Straße

Aachen: Erneut Planänderungen in Sachen Lütticher Straße

Seit Jahren beschäftigt der geplante Umbau der Lütticher Straße nun schon Politik und Verwaltung. Da machten weitere sechs Wochen wohl auch nicht mehr viel aus, war seitens der Politik zu hören.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte hat eine Empfehlung zu dem Bauvorhaben auf ihre nächste Sitzung am Mittwoch, 27. Februar, verschoben. Zu groß sei der Beratungsbedarf vor allem bei SPD und FDP aufgrund erneuter Planungsänderungen.

Die Ideen und Anregungen, die Bürger kürzlich bei einer Informationsveranstaltung der SPD geäußert haben, hat die Abteilung Straßenbau in die bisherigen Planungen einfließen lassen und der Bezirksvertretung kurzfristig zur Abstimmung vorgelegt.

„Wir haben Aufträge aus unterschiedlichen Richtungen eingearbeitet“, sagt Regina Poth, Abteilungsleiterin Straßenbau. Beispielsweise sollen zwei „imposante“ Bäume auf Höhe des Jüdischen Friedhofs stehen bleiben.

SPD will mehr Parkplätze erhalten

Auch beim Linksabbiegerstreifen haben die Planer Anpassungen vorgenommen. Kürzer als zurzeit, aber dennoch länger als zunächst vorgesehen soll er werden. Die CDU hat sich außerdem für eine breitere Fahrbahn ausgesprochen. Statt neun fordert sie 9,50 Meter. Dafür sollen Autos die Schutzstreifen nicht mitbenutzen dürfen. Das Überfahren soll nach dieser Planung allein Bussen erlaubt sein.

Heiner März (SPD) und Joachim Moselage (FDP) wünschen sich dagegen mehr Parkplätze auf der Lütticher Straße. Nach dem aktuellen Stand würden nach Bauende 106 der heutigen 119 Parkplätze erhalten bleiben. Grund dafür sind mehrere Neupflanzungen. „Wir sollten nicht mehr Bäume pflanzen, sondern stattdessen die Parkplätze erhalten“, meint Moselage. „Das käme auch den kleinen Geschäften an der Straße zugute“, bestätigt März.

Die endgültige Entscheidung über das Bauvorhaben hat der Mobilitätsausschuss zu treffen. Sollte auch er sie vertagen, ist damit erst Anfang März zu rechnen.