Aachen: Ermittlungen nach Jagd auf Polizeibeamten

Aachen: Ermittlungen nach Jagd auf Polizeibeamten

Nachdem ein Polizeibeamter am vergangenen Donnerstagabend im Elsassviertel von einer Straßengang verfolgt und bedroht worden ist, hat die Polizei am Montag ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.

Ein Polizist hatte am Donnerstag einen einzelnen Straftäter verfolgt und sah sich plötzlich zehn bis 15 Personen gegenüber, die ihn beschimpften, bedrohten und verfolgten. Dem Polizisten gelang die Flucht. Er forderte Verstärkung an, doch auch die musste sich zurückziehen, denn mittlerweile war die Gruppe auf 50 bis 60 Personen angewachsen.

Für die Beamten sei laut Polizeibericht nicht eindeutig erkennbar gewesen, ob und wie viele Unbeteiligte sich zwischenzeitlich unter diese Personengruppe gemischt hatten. Um auszuschließen, dass Unschuldige und Unbeteiligte zwischen die Fronten geraten, entschied sich die Polizei in diesem Moment, zunächst von weiter gehenden Maßnahmen Abstand zu nehmen.

Die Polizei hat gegen die ihr bekannten und noch zu ermittelnden Personen ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Bedrohung, Widerstand und Beleidigung eingeleitet. Teilweise sind die Personen bereits polizeilich in Erscheinung getreten.

Der Bereich des Ostviertels ist laut Polizeibericht seit Jahren ein Kriminalitätsschwerpunkt. Im Jahr 2012 beobachteten die Beamten die Entwicklung, dass sich ortsansässige Jugendliche und Heranwachsende gegen einschreitende Polizisten formierten. Die Polizei Aachen reagierte daraufhin sofort, indem sie die Kontrolleinsätze intensivierte, so dass sich diese Entwicklung beruhigte.

Der Vorfall am Donnerstag hat eine noch nicht dagewesene Dimension erreicht. Die Polizei betont daher noch einmal, dass es keine rechtsfreien Räume gibt. Die Kontrollen im Ostviertel werden demnach intensiviert und die polizeiliche Präsenz wird verstärkt.

(red/pol)
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