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Ballettaufführung: Erfolgreiches Aachener Auswärtsspiel im Schlachthof Eupen

Ballettaufführung : Erfolgreiches Aachener Auswärtsspiel im Schlachthof Eupen

Mit einer bemerkenswerten Aufführung begeisterte die Ballettschule Ferberberg im Alten Schlachthof in Eupen.

„Mythen, Märchen und Helden“ hieß die neueste Inszenierung der Ballettschule Ferberberg von Natalie Jungschlaeger. Nach pandemiebedingter Abstinenz von den „Brettern, die die Welt bedeuten“ kehrten die 145 Schülerinnen und Schüler auf die Bühne des Alten Schlachthofes in Eupen zurück.

Natalie Jungschlaeger war es ein Anliegen, nach so einer langen Zeit – die Ballettschule musste aufgrund der Lockdowns für insgesamt neun Monate schließen – den Tänzerinnen und Tänzern wieder ein Stück Alltag zurückzugeben. „Es ist eine Aufführung der gesamten Schule, die allen Mut gemacht hat, weiter zu tanzen“, so Jungschlaeger. So einen massiven Andrang beim Kartenverkauf hatte sie noch nie erlebt und die drei Vorstellungen waren in kürzester Zeit ausverkauft.

Natalie Jungschlaeger, die seit 26 Jahren in ihrer Schule in Aachen unterrichtet, gelang es mit einfühlsamen Worten, die Zuschauer auf diese Aufführung einzustimmen, in der Tänze des klassischen Balletts, Spitzentanz, Hiphop und Jazz vorgeführt wurden. Sie unterstrich die besonderen Umstände der Vorbereitung in Pandemiezeiten mit Sicht auf die Ballettschülerinnen und -schüler, die vorwiegend zwischen 5 und 30 Jahren alt sind. Dieses Projekt wurde unter ihrer Leitung ein Jahr lang geplant und mit großer Unterstützung ihres Teams umgesetzt. Nach ihren Worten steht die Freude am Tanz im Vordergrund, was sich in den eindrucksvollen Choreografien widerspiegelte.

Den besonders talentierten Tänzerinnen und Tänzern gibt Jungschlaeger die Möglichkeit, sich in einer Fördergruppe weiterzuentwickeln. Tänzerinnen dieser Fördergruppe hatten bei der Eröffnung des CHIO 2022 im Rahmen der Vorstellung „Pferd&Sinfonie“ zu Musik von Kurt Weill ihr Talent gezeigt.

Alle 250 Kostüme mit aufwendigen Details wurden liebevoll selbst entworfen und geschneidert. Die Hintergrundanimationen in Kombination mit der wunderschönen Musik untermalten das fein abgestimmte Bühnenbild.

Die Aufführung bestand aus sechs Themen: Den „Bremer Stadtmusikanten“, Impressionen aus dem Märchen „Narnia“, in denen Tänzerinnen und Tänzer im klassischen Tanz Eindrücke Londons darstellten oder als Schnee modernen Tanz ausdrucksstark darboten, die atemberaubende Reise in das Land von „Don Quijote“, wo die Spitzentänzerinnen als „Windmühlen“ ihr tänzerisches Können unter Beweis stellten.

 Natalie Jungschlaeger, die seit 26 Jahren in ihrer Schule unterrichtet, gelang es mit einfühlsamen Worten, die Zuschauer auf diese Aufführung einzustimmen.
Natalie Jungschlaeger, die seit 26 Jahren in ihrer Schule unterrichtet, gelang es mit einfühlsamen Worten, die Zuschauer auf diese Aufführung einzustimmen. Foto: Andreas Steindl

Zum Abschluss des ersten Teils bestaunten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Darbietung dieses spanischen Reigens, wobei der Saal die explosiven Tanzeinlagen der Hiphop-Gruppen mit viel Applaus belohnte.

Nach der Pause ging es um den wohl berühmtesten Agenten der Welt – James Bond. Mit schwungvoller Musik stand insbesondere der Jazztanz im Vordergrund. Hier zeigte sich, dass das klassische Ballett die ideale Voraussetzung für moderne Tanzkombinationen sein kann.

Die abwechslungsreiche Vorstellung bot nun den Pas de deux und lud ein in einen Königshof. Mia Strack tanzte als Aschenputtel in graziler Ausstrahlung zusammen mit dem jungen Ballettnachwuchs, den kleinen Mäusen, die ihre Choreografie dem hingerissenen Publikum präsentierten. Beim letzten Thema „Aladdin“ überzeugten die Tänzerinnen in klassischem Spitzentanz und Ballett zu orientalischen Klängen.

Die Zuschauer zollten den Choreografinnen und den Tänzerinnen und Tänzern ihre Anerkennung durch Standing Ovations. Minutenlang bedankten sie sich für die fulminante Show und sicherlich auch für die Rückkehr zur Normalität.

(red)