Aachen: Erfolgreicher Weg zu moderner Senioreneinrichtung

Aachen: Erfolgreicher Weg zu moderner Senioreneinrichtung

Man darf getrost von einer echten Aachener Institution spreche, auch von einer Öcher Institution. Denn nicht wenige Aachenern rutscht „et Lourdes“ heraus, wenn sie vom Lourdesheim sprechen. Das zeigt bei allem Respekt vor der ehrwürdigen Einrichtung am I. Rote-Haag-Weg 34 die tiefe Verwurzelung des Seniorenzentrums in der Bevölkerung. Und das inzwischen seit 100 Jahren.

Dementsprechend ist das Jahr 2013 auch ein ganz besonderes für das Lourdesheim, die dort Verantwortlichen und vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner. In würdigem, aber entspanntem Rahmen wurde dort am Sonntag der Auftakt zu einem Festreigen gefeiert.

Den Stellenwert des Tages unterstrich die Tatsache, dass Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff die Festmesse in der Hauskapelle hielt. Dr. Klaus Herzberg, Geschäftsführer der Franziska Schervier Altenhilfe, und die Generaloberin Sr. Katharina Maria Finken begrüßten die Gästegemeinde, Oberbürgermeister Marcel Philipp unterstrich seinerseits die große Bedeutung des Hauses für Aachen.

Die Geburtsstunde des heutigen Lourdesheimes schlug am 24. April 1913, als die Armen Schwestern vom hl. Franziskus eine Villa am Rande des Aachener Waldes im Südviertel kauften. Zunächst kümmerten sich die Schwestern um Lungenkranke, die Tuberkolose war in jenen Jahren eine Volksseuche. Im Zweiten Weltkrieg wurden dann Soldaten einquartiert. Nach den Wirren nahm das Haus vom Schwesternerholungsheim seine Entwicklung zum Altenheim.

Die Schwestern kümmerten sich aber nicht nur um die älteren Menschen, sondern wurden auch zu Wegbereitern der modernen Altenpflege. Träger ist die Franziska Schervier Altenhilfe, die 2007 auch dafür sorgte, dass eine spezielle Wohngruppe für Demenzerkrankte eingerichtet wurde, wo die Menschen in der letzten Phase nach den Prinzipien „Palliative Care“ betreut werden.

Seit 2004 ist Schwester Katharina Maria Generaloberin des Hauses. Gemeinsam mit den anderen Verantwortlichen hat sie ein Programm erarbeitet, mit dem sich das Lourdesheim der Bevölkerung noch weiter öffnen will. Bis zum Juli werden Musik, Talks und vor allem Begegnungen geboten. Für die Öcher von ihrem „Lourdes“.

Mehr von Aachener Zeitung