Aachen: Erfolgreiche Ermittlungen: Mord im Tierreich aufgeklärt

Aachen: Erfolgreiche Ermittlungen: Mord im Tierreich aufgeklärt

Auch im Tierreich geht es zuweilen brutal zu. Dass der gewaltsame Tod eines Kaninchens Polizeibeamte und einen Tierexperten auf den Plan ruft, ist allerdings schon außergewöhnlich. Polizeisprecher Paul Kemen berichtet von kuriosen Ermittlungen im Reich der Vierbeiner.

Am Boden zerstört und zutiefst traurig hatte ein Aachenerin Mitte Juni den Tod ihres Kaninchens Moppel (Name geändert) bei der Polizei angezeigt. Die Mitteilung von Polizeisprecher Paul Kemen enthält die ganze, brutale Wahrheit: „Es sah nach einem gewaltsamen, nicht natürlichen Tod aus. Der Kadaver wies nicht mit dem Leben vereinbarende Verletzungen auf, wie es nüchtern im Fachjargon heißt. Im Klartext: Der Kopf war ab und dazu noch weg“.

Der dubiose Tod des Langohrs führte zu umfangreichen Ermittlungen und ließ sowohl der Besitzerin als auch den Beamten keine Ruhe. Der Tatverdacht gegen eine „Person, die gegen die Kaninchenbesitzerin einen gewissen Groll hegte“ erhärtete sich glücklicherweise nicht, wie im Bericht steht. Aufwändige Nachforschungen - auch mit Hilfe eines Tierexperten - führten die Polizei letztendlich auf eine andere, heiße Spur.

Im Polizeiprotokoll ist zur Aufklärung zu lesen: „Der dringende Tatverdacht richtet sich gegen einen Marder.“ Breit angelegte Ermittlungen hätten ergeben, dass ein Marder seine Beute wie im vorliegenden Fall zur Strecke bringt und dann arttypische Verhaltensweisen an den Tag legt - „genau wie am Tatort.“

Die Akte habe damit geschlossen werden können.

(red/pol)
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