Aachen: Entwürfe für das Wohnbauprojekt „Luisenhöfe“ vorgestellt

Aachen : Entwürfe für das Wohnbauprojekt „Luisenhöfe“ vorgestellt

Das Wohnbauprojekt „Luisenhöfe“ gewinnt langsam an Kontur. Insgesamt fünf Planungsbüros aus Köln, Neuss, Düsseldorf und Aachen haben am Montagabend ihre Entwürfe für den Innenhofbereich zwischen Boxgraben, Südstraße, Reumontstraße und Mariabrunnstraße vorgestellt.

Nachdem die erste Bürgerbeteiligung zur geplanten Überbauung im April noch von erheblichem Misstrauen geprägt war, überwog diesmal das Interesse an den Entwürfen der Architekten und Stadtplaner.

Zahlreiche Interessierte verfolgen die Präsentation der Entwürfe im Verwaltungsgebäude an der Mozartstraße. Foto: Heike Lachmann

Diese reisten gleich mit ausführlichen Plänen und detaillierten 3D-Modellen an, weshalb Jochen Füge vom Planungsbüro „Innovativ in Stadt und Raum“ (ISR) vorausschickte: „Mit den heutigen technischen Möglichkeiten sehen selbst Entwürfe schon sehr fertig aus.

Dem ist aber nicht so; das sind Zwischenpräsentationen und alles daran ist noch diskutabel.“ Vielleicht trug auch dies dazu bei, dass die vorgetragenen Entwürfe von der überwiegenden Mehrheit der Anwesenden wohlwollend zur Kenntnis genommen wurden.

Baumbestände bleiben erhalten

Einige Fixpunkte wurden ohnehin schon im Vorfeld festgezurrt, die durch die Neubauten nicht tangiert werden dürfen. So sollen der „Boxpark“ genannte Grünbereich im Norden und diverse Baumbestände auf jeden Fall erhalten bleiben.

Weiterhin kritisch gesehen wird von den Bürgern aber der Ausbau des benachbarten Parkhauses hin zur Mariabrunnstraße, dessen Kapazität von derzeit rund 380 Stellplätzen noch erweitert werden soll. Drei der fünf Entwürfe sahen einen solchen Ausbau vor, während zwei mit einer oder mehreren Tiefgaragen unter den Neubauten planten.

Johannes Kister, einer der beteiligten Architekten im Wettbewerb, warnte jedoch vor den hohen Kosten solcher Tiefbauten und vor deren Auswirkungen auf die künftigen Mietpreise der darüber liegenden Wohnungen. Mitbewerber Oliver Konrath wies zudem auf die Notwendigkeit hin, dass aufgrund der veränderten Mobilitätskonzepte auch Stellplätze für rund 400 Fahrräder geschaffen werden müssten.

Abgesehen von der äußeren Erscheinung der Wohnbauten unterschieden sich die Entwürfe der Stadtplaner insbesondere darin, ob diese einzelne Punkthäuser oder Riegelbauten vorsahen. Einig waren sie sich jedoch, den „Bunker“ am östlichen Rand als Kulturraum zu erhalten und einen solitären Kubus im Zentrum zu gestalten, der Raum für eine Kindertagesstätte, ein Café und medizinische Einrichtungen bieten soll.

Planungsbüro nimmt Kritik auf

Im Anschluss an die Präsentationen hatten die Anwohner schließlich die Möglichkeit, in Kleingruppen ihre Kritikpunkte an den einzelnen Entwürfen anzubringen. Diese sollen nun von den Planungsbüros aufgenommen werden und dann bei einer weiteren Bürgerbeteiligung, deren Termin noch bekanntgegeben wird, erneut vorgestellt werden.

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