Toledo: Enge Verbundenheit zu Aachen spürbar

Toledo : Enge Verbundenheit zu Aachen spürbar

Unter Leitung des Vorsitzenden des Aachen-Toledo-Vereins José Sanchez nahmen Mitglieder und Freunde des Vereins an der Fronleichnamsprozession in Toledo teil.

Die Straßen Toledos waren prachtvoll geschmückt, als der Leib des Herrn in der drei Meter hohen Custodia des deutschstämmigen Silberschmiedes Enrique de Arfe aus dem 16. Jahrhundert durch die Straßen getragen wurde. Der Erzbischof von Toledo und Primas von Spanien Don Braulio Rodríguez Plaza leitete die Prozession.

Ein fast endloser Zug von 65 Korporationen, Bruderschaften und öffentlichen Körperschaften begleitete das Allerheiligste. Dompropst Don Juan Miguel Ferrer Grenesche und Domkapitular Don José Martín Saavedra nahmen sich trotz eines gedrängten Terminkalenders Zeit für die Begegnung mit den Aachener Gästen. In den Gesprächen wurde die enge Verbindung zwischen den Kathedralkirchen von Aachen und Toledo hervorgehoben. Unvergessen ist in Toledo das Wirken des 1994 verstorbenen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle, dessen geistliche Impulse in Spanien nachwirken.

In der ereignisreichen Festwoche in Toledo wurde die Aufführung des Mysterienspiels „Das große Welttheater“ des spanischen Dichters Calderon de la Barca in der Kathedrale zu einem weiteren Höhepunkt. 150 Mitwirkende gestalteten eine beeindruckende Inszenierung, die nachhaltigen Eindruck auf die Zuschauer hinterließ. Langanhaltende, stehende Ovationen dankten den Beteiligten dieser einzigartigen Aufführung in einer Kathedrale.

Eine Investiturfeier der Bruderschaft „Confradia Internacional de Investigadores“ fand mit Aachener Beteiligung statt. Mario Hecker gehört ihr seit vier Jahren an. Große Verdienste um diese Bruderschaft hat Erwin Klein, der 2018 verstorbene ehemalige Vorsitzende des Aachen-Toledo-Vereins.