Aachen: Engagierte Künstler beweisen ihre soziale Verantwortung

Aachen: Engagierte Künstler beweisen ihre soziale Verantwortung

Eine Gruppe engagierter Künstler setzt sich für den Kinderschutzbund Aachen ein — und hilft damit der Einrichtung, ihr für die soziale Landschaft so wichtiges Angebot aufrecht zu erhalten. Vom 13. bis 15. März findet in der Halle „Onrust“ (Kurfürstenstraße 9) eine Kunstausstellung mit dem Namen „AachenerListe1“ statt.

Zwölf Werke werden ausgestellt und zum Verkauf angeboten, wobei sämtlicher Erlös dem Kinderschutzbund zugute kommt. Die Ausstellung ist zudem mit anderen kulturellen Happen garniert. Zur Vernissage spricht zum Beispiel der Kunstkritiker Stefan Skowron und es singt der Kinderchor der Montessori Grundschule Reumontstraße. Am Samstag führt der Schauspieler Karl Walter Sprungala das Ein-Personen-Stück „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ des Autors Bernard-Marie Koltès auf. Der Sonntagvormittag wird begleitet von dem Saxophonisten Heribert Leuchter und der Schauspielerin Annette Schmidt, die ab 11 Uhr als Wort-Klang-Duo auftreten.

Entscheidend sind aber die Maler und Malerinnen selbst. Die teilnehmenden Künstler sind Roland Mertens, Sigrid Von Lintig, François du Plessis, Kai Savelsberg, Sascha Berretz, Helge Hommes, Sabine Harborth, Jupp Linssen, Joost Meyer, Joachim Bandau und Franz-Josef Weidenhaupt. Außerdem wird ein Werk des 2007 verstorbenen Aachener Künstlers Herbert Bardenheuer ausgestellt.

Jupp Linssen, selbst Künstler und Initiator, betont, dass es sich bei „AachenerListe1“ nicht um eine der häufigen Wohltätigkeitsauktionen handele. Zum einen werden die Werke zu Festpreisen verkauft. Zum anderen wolle die Gruppe mit dieser Aktion nicht nur Gelder für einen guten Zweck einsammeln und spenden, sondern vor allem für eine Haltung stehen. „Wir sehen uns verantwortlich gegenüber den Familien und Kindern Aachens und möchten zeigen, was man mit bürgerschaftlichem Engagement erreichen kann.“ Letztendlich sei „der Wille zum Handeln“ ein zentraler Gedanke der Sache, so Heribert Leuchter, Musiker und Unterstützer von „AachenerListe1“. Es sei wichtig, solche Aktionen als wertvoll zu erachten und sie als Vorbild zu nehmen für das eigene Handeln.

Die Gruppe vertritt die Meinung, dass eine solche Veranstaltung dringend einen Mehrwert benötige, der alle etwas angehe — auch jene, die üblicherweise nicht zu Kunstveranstaltungen gehen. Vor diesem Hintergrund sei jeder herzlich eingeladen, selbstverständlich auch jene, die keine Mittel haben, sich ein Kunstwerk zu kaufen. Resümierend meint Jupp Linssen, „abgesehen von dem Spendenzweck wird ‚AachenerListe1‘ eine gute und seriöse Ausstellung sein, mit der alle Macher persönlich tief verbunden sind“.