Energieplan für die Städteregion ist fertig

Energieplan für die Städteregion : Arbeit ist mit der Übergabe nicht beendet

Eigentlich ist das 70 Seiten umfassende Dokument das Resultat des „Render“-Projektes. Doch der „Regionale Energieplan Aachen 2030“ ist beileibe nicht das Ende. Denn bei der offiziellen Übergabe des Plans in Stolberg wurde deutlich, dass es noch viel zu tun gibt.

Städteregion Denn zum einen sind nach vier Jahren „Render“ die vom Bundesamt für Bildung und Forschung bereitgestellten Mittel noch nicht ausgeschöpft, weshalb das städteregionale Amt für Mobilität, Klimaschutz und Regionalentwicklung das Projekt noch ein weiteres Jahr betreuen und darauf hinwirken kann, dass die Empfehlungen des „Repac 2030“ umgesetzt werden. Vor allem aber muss noch jede Menge passieren, wenn bis zum Jahr 2030 bis zu 75 Prozent des Energiebedarfs in der Städteregion aus erneuerbaren Quellen gespeist werden sollen. Wie das genau geschehen kann, verdeutlicht der regionale Energieplan.

„Es wird ein konkreter Weg aufgezeigt, große Zusammenhänge lokal anzugehen“, beschrieb Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, im Rahmen der feierlichen Übergabe des Energieplans. Die Veranstaltung im Hauptsitz der Energie- und Wasser-Versorgung GmbH in Stolberg war ein regelrechtes Gipfeltreffen von führenden Köpfen aus Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Politik der Städteregion. Sie hatten bei „Render“ unter der Federführung des Forschungsinstituts für Wasser- und Abfallwirtschaft der RWTH Aachen (FiW) mit zahlreichen Projektpartnern den „Repac 2030“ entwickelt. „Nicht zuletzt gemeinsam mit vielen Bürgern, die an den Dialogen teilgenommen haben“, betonte Rachel.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg nannte den bevorstehenden Braunkohleausstieg und den maroden belgischen Atommeiler Tihange als „gute Gründe für unsere Region, mit gutem Beispiel voranzugehen und auf erneuerbare Energie zu setzen“. Die regionale Zusammenarbeit der „Render“-Akteure und die praktischen Ansätze des „Repac 2030“ lobte Dr. Markus Kremer, Beigeordneter der Stadt Aachen. Der Vorsitzende des „Render“-Beirats, Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, hob in seinem Vortrag die zentrale Rolle der Regionen bei der Energiewende hervor, und Projektleiter Jens Schneider vom FiW stellte den Energieplan 2030 vor und gab einen Ausblick, wie Flächenphotovoltaik, Windkraft und besonders Dachphotovoltaik künftig maßgeblich zum Energiebedarf der Städteregion beitragen können. (dim)

BU: Projektleiter Jens Schneider (v. l.), Staatsekretär Thomas Rachel und der „Render“-Beiratsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick (rechts) übergeben den Regionalen Energieplan Aachen 2030 an Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte) und den Beigeordneten der Stadt Aachen, Dr. Markus Kremer. Foto: Dirk Müller

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