Aachen: Einstimmiger Beschluss: Musikbunker hat Vorrang

Aachen: Einstimmiger Beschluss: Musikbunker hat Vorrang

Die Verantwortlichen des Vereins Musikbunker können ein Stück ruhiger schlafen. Denn der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag noch einmal ein klares Bekenntnis zu der wichtigen Kultureinrichtung, in der alleine an der Goffartstraße rund 150 Bands mit mehreren hundert Mitgliedern proben, abgegeben. Und das auch noch einstimmig.

Unruhe war aufgekommen, weil zwei Aachener Investoren Interesse daran bekundet haben, im Bereich zwischen Bunker, Gesamtschule und Bergischer Gasse zwei Wohnblocks zu bauen. Das würde aber den Plan für einen neuen Südeingang am Bunker torpedieren. Ein neuer Eingang ist jedoch dringend für die Veranstaltungsstätte in dem Gemäuer notwendig. Gegen den heutigen Zugang an der Rehmannstraße hatte eine Anwohnerin wegen der Lärmbelästigung geklagt. Das Verfahren läuft noch. Je nach Ausgang könnten im Bunker nur noch kleinere Konzerte und Partys stattfinden. Die größeren Veranstaltungen mit bis zu 400 Personen sind aber für den Verein ein wichtiges Standbein. Und angesichts der möglichen neuen Wohnbebauung hat der Verein die Befürchtung, dass in dem dann reinen Wohngebiet der Musikbunkers ganz in Gefahr wäre.

So hatten die Grünen das Thema per Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses gehoben. Der Tenor dort war unter dem Strich eindeutig: Die Lösung der Probleme rund um den Betrieb der Kulturstätte soll Vorrang vor möglichen neuen Bauprojekten haben, für die gleichwohl noch gar keine Pläne vorlägen. Zu diesem Zweck soll mit der Klägerin im laufenden Verfahren möglichst ein Vergleich geschlossen werden. Zugleich soll die Eingangsproblematik gelöst werden. Die Verwaltung prüft, ob ein neuer Eingang an der Nordseite zur Frankenburg hin möglich ist. Doch das wird in der Politik bezweifelt, da dieser Eingang nahe an der Bebauung Goffartstraße/Turpinstraße läge. Nach dem Beschluss des Ausschusses ist jedoch klar: Eine wie auch immer aussehende Lösung kann nicht durch ein neues Projekt torpediert werden. Die Priorität ist damit festgelegt — was sich auch der Verein gewünscht hatte.

(stm)
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