Einsatz für Menschen in ihrer letzten Lebensphase

Herbstemotionen zugunsten der Hospizstiftung: Musik, Humor und Hilfe im perfekten Dreiklang

Es darf gelacht werden, und zwar aus vollem Herzen. Und vor allem darf genossen werden, musikalisch wie kulinarisch. Wenn zu den „Herbstemotionen“ am 1. November eingeladen wird, sind die Erlöse der Veranstaltung im Theater Aachen zwar für die Hospizstiftung der Städteregion Aachen, aber Besucher vergangener Veranstaltungen wissen, dass ein Abend voller Leben und ohne jede Schwere geboten wird.

Für den Generalmusikdirektor ist es eine Premiere, für den Ratskeller-Chef ebenfalls – und für alle anderen Beteiligten fernab jeglicher Routine ein Abend voller Überraschungen: Kultur trifft auf Humor und Kulinarisches auf Hilfsbereitschaft, wenn am 1. November im Theater Aachen zu den „Herbstemotionen“ geladen wird.

Ulla Schmidt, SPD-Bundestagsabgeordnete – hier aber vor allem Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung Region Aachen – spricht gerne von der Tradition der Veranstaltung an Allerheiligen, und angesichts der fünften Auflage dieser Reihe hat sie gewiss Recht.

In diesem Jahr haben die Organisatoren um Boris Bongers, Schmidts Stellvertreter im Kuratorium und Moderator des Abends, ein Programm zusammengestellt, das genauso unterhalten wie amüsieren soll. Eine Zusammenstellung, die dem Eigenverständnis der Stiftung entspricht, die das Thema Sterben viel mehr als Lebensbegleitung in der letzten Phase des Lebens verstanden wissen will.

Aus diesem Denken heraus wurde 2015 das Hospiz am Iterbach als zweites Hospiz neben Haus Hörn eröffnet. Ein Projekt mit hohem finanziellem Aufwand.

Bislang hat das Kuratorium knapp 2,38 Millionen Euro an Spenden zusammengetragen. Und dabei sind Veranstaltungen wie die Herbstemotionen von enormer Bedeutung, die auf unterhaltsame Art die Hospizidee präsentieren – vor allem aber anspruchsvoll unterhalten wollen.

Und davon können die Gäste auch am 1. November wieder ausgehen. Frei nach dem Motto „stets etwas Neues“ erwartet sie, falls gewünscht, ein kulinarisches Vorprogramm – entweder deftig ab 15 Uhr bei Hans Wurst am Münsterplatz oder ab 16.30 Uhr eher festlich im Ratskeller auf dem Markt. Ab 18.30 Uhr ist Treffen im Foyer des Theaters mit den Klinikclowns (“Humor hilft heilen“) angesagt, bevor Ulla Schmidt ab 19.30 Uhr im Großen Haus ins Programm überleitet.

Das verspricht viel. Der Chor „cantiamo“ unter der Leitung von Johannes Konrads war bei seinen bisherigen drei Engagements stets ein Garant für innovative und gefühlvolle Chorarrangements. Genau das verspricht Konrads auch für den 1. November, bevor Felix Gaudo, ein Freund von Eckart von Hirschhausen, seine Mischung aus Stand-up, Slapstick, Musik, Pointen und Parodien bietet.

Nach einer Pause wird es spannend für Kunstfreunde, denn es darf geboten werden. Andreas Petzold und Boris Bongers versteigern ein Bild des Künstlers Paul Sous. Der hat das Theater Aachen in Farbe gefasst und als bezauberndes Gemälde gestiftet.

Gebote können ab sofort in der Galerie am Elisengarten abgegeben werden. Anschließend folgt gewiss ein künstlerisches Highlight, wenn das Sinfonieorchester ein Programm unter britischen Vorzeichen – unter anderem mit einem James-Bond-Medley und Strauss-Walzern – bietet und den musikalischen Teppich für das große Finale ausrollt.

Knapp drei Stunden Programm werden den Besuchern geboten, die sich vorher und nachher sowie in der Pause vollkommen ungezwungen über das Hospizthema informieren können. Interessenten für den Theaterabend sollten sich aber nicht allzu viel Zeit lassen, denn zahlreiche Plätze sind bereits verkauft.

Alle Infos gibt es unter www.hospizstiftung-aachen.de.

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