Aachen: Einladung zur Schnitzeljagd auf dem Mars

Aachen: Einladung zur Schnitzeljagd auf dem Mars

Wie fühlt es sich an, mit einem Mars-Rover den roten Planeten zu erkunden? Was ist eigentlich Künstliche Intelligenz (KI), und wie können Roboter lernen? Wem diese und ähnliche Fragen unter den Nägeln brennen, für den hält das gerade frisch eröffnete „DLR _School_Lab“ der RWTH Aachen nicht nur Antworten, sondern auch viele spannende Experimente bereit.

„Das DLR_School_Lab bietet die Möglichkeit des begreifbaren Lernens im doppelten Wortsinn“, sagte Professor Dr. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH, bei der Eröffnungsfeier.

„Hier haben Schüler der Mittel- und Oberstufe nicht nur die Chance, tiefer in technische Fragestellungen einzutauchen, sondern die Faszination Technik hautnah zu erleben.“ Durch die hervorragende technische Ausstattung biete das „DLR_School_Lab“ interessierten Schülern die Möglichkeit, ihr technisches Wissen über den Schulunterricht hinaus zu erweitern und zu erfahren, „dass Technik keine Last sein muss, sondern auch Vergnügen bereiten kann, und dass es sich lohnt ein technisches Studium aufzunehmen“.

Sechs Experimente

Gemeinsam entwickelten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die RWTH das Angebot. Die sechs Mitmach-Experimente behandeln Fragen aus Luft- und Raumfahrt, Energie- und Verkehrsforschung — mit Schwerpunkt auf der Robotik und Künstlicher Intelligenz: Die Versorgung einer „Stadt der Zukunft“ mit regenerativen Energien wird gesteuert und geregelt.

Flugeigenschaften eines Quadrocopters werden analysiert und Steuerungsarten diskutiert. Anschließend wird das Fluggerät über Körpergesten geflogen. In einem Fahrsimulator werden die Möglichkeiten von modernen Fahrerassistenzsystemen getestet. Und die Teilnehmer können dem humanoiden Roboter NAO das Gehen und Tanzen beibringen.

Einzigartig ist das Experiment „A Walk on the Mars“: Im Holodeck begibt man sich auf eine virtuelle Schnitzeljagd über den Mars. Dabei wandelt man auf den Spuren der Mars-Rover und erkundet Klima, Geologie und Topographie des roten Planeten.

„Dabei können die Schüler erfahren, wie schwierig es ist, ein Gefährt auf dem Mars zu steuern“, so Matthias Heinrichs, studentischer Mitarbeiter am DLR und Student der Informatik an der RWTH. „Den studentischen Hilfskräften gilt neben den Projektleitern Sebastian Reuter und Kadir Yilanci mein besonderer Dank“, betonte Professorin Dr. Sabina Jeschke, Direktorin des Institutscluster IMA/ZLW & IfU.

Jeschke, die in der Vergangenheit unter anderem als Astrophysikerin für die NASA tätig war, freut sich sehr über das neue „Lab“: „Die Nachwuchsförderung liegt mir besonders am Herzen.“

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