Aachen: Eine ganz persönliche Ausstellung: „Ansichtssachen“ von Heino Karth

Aachen: Eine ganz persönliche Ausstellung: „Ansichtssachen“ von Heino Karth

Im Obergeschoss der Stadtbibliothek wird eine Ausstellung eröffnet. Nicht ganz so pompös wie bei vielen anderen Vernissagen innerhalb der großen Museen. Dafür ist es hier umso persönlicher. So auch bei der Eröffnung der Ausstellung „Ansichtssachen“ von Heino Karth. Für Karth, Jahrgang 1948, ist es eine Premiere. Wodurch sich sein Debüt mit seinem Alterswerk vereint.

Denn es sind die ersten Bilder, die der gebürtige Lübecker ausstellt.

„Ich habe mich vor einem Jahr immer nachts an den Küchentisch gesetzt und einfach angefangen zu malen. Das hat mir dermaßen Spaß gemacht, dass insgesamt 41 Werke dabei entstanden sind“, beschreibt der sympathische Karth. Und in der Tat: Die Gemälde, alle mit Ölkreide auf Papier gemalt, sprechen für sich. „Ich liebe Formen und Farben und habe deswegen auch keine Interpretationen für meine Bilder.

Sie sollen einfach durch ihren Anblick gefallen. Aber das ist natürlich immer Ansichtssache, deswegen auch der Titel“, sagt Karth grinsend. Aber jedem Menschen gefalle auch unterschiedliche Kunst. Deswegen sei der Titel ein schönes Wortspiel und zum Namen der Ausstellung ausgesucht worden. „Als ich angefangen habe zu malen, hatte ich aber nicht das Ziel auszustellen. Das hat sich jetzt einfach so ergeben“, sagt Heino Karth.

Lilli Lüttringhaus, Kunstlektorin der Stadtbibliothek Aachen, ist jedenfalls froh die Gemälde im ersten Obergeschoss ausstellen zu dürfen. „Das sind tolle Bilder! Nächstes Jahr wird Heino Karth in Rente gehen. Schon jetzt können wir sehen, wie er seine neu gewonnene Freizeit gestalten will“, sagt sie lachend bei der Eröffnung der Ausstellung zu.

(tih)
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