Aachen: Ein Wintermärchen wird im Theater 99 wahr

Aachen: Ein Wintermärchen wird im Theater 99 wahr

Ein Waldspaziergang kurz vor Weihnachten, eine turbulente Flucht vor Räubern, und dann noch eine Begegnung mit einem sprechenden Bären, Kaiser Karl und Väterchen Frost? Wo solche Wunder geschehen, kann man nur im Märchenland sein.

Und dieses Märchenland kann man im Theater 99 erleben. Denn Regisseurin Tatjana Jurakowa und ihr Spielpartner Waldemar Faber bringen das Wintermärchen wieder in Gestalt eines Puppentheaterspiels auf die Bühne.

Noch läuft „Das lustige Küken“

Vergangenes Jahr hatte ihr Stück, das zur Reihe der „Jurakowa-Projekte“ gehört, Premiere. Doch ein Winter ohne Wintermärchen ist für Jurakowa undenkbar: „Ich brauche es einfach“, sagt sie und lacht. Ihr Wintermärchen ist etwas ganz Besonderes, denn sie hat das Stück selbst geschrieben. Inspiriert wurde Jurakowa durch ihre alte Heimat Russland.

Im Stück besetzen Jurakowa und Faber alle Rollen. Noch proben die beiden auf einem Tisch, da am 28. November um 15 Uhr und 29. Novembers um 11 Uhr noch Vorstellungen für „Das lustige Küken“ laufen. Doch bald wird die Bühne voller Schnee sein. Kleine leuchtende Hexenhäuschen, Schlitten und Eiskristalle — die Liebe zum Detail ist nicht nur den Bühnenbildern anzumerken.

Jurakowa und Faber gestalten alles in Handarbeit — auch ihre Puppen: „An einer Tischpuppe arbeiten wird ungefähr einen Monat“, sagt Faber. Er ist neben der Bühnentechnik vor allem für die Mechanik der Puppen zuständig. Durch ihn können die Figuren beim Sprechen den Mund bewegen und mit den Augen klimpern. Jurakowa übernimmt die Regie, Texte und die Optik. Nach der Aufführung gibt es auch immer die Gelegenheit, einen näheren Blick auf die Puppen zu werfen und mit den Darstellern zu sprechen.

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