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Eilendorf: Ein „weißer Fleck“ verschwindet

Eilendorf : Ein „weißer Fleck“ verschwindet

Die „weißen Flecken“ in Aachen verschwinden nach und nach. Damit sind die Gebiete gemeint, die noch nicht mit schnellem Internet ausgestattet sind — wie zum Beispiel der Stadtbezirk Eilendorf. Der wird nun flächendeckend ans Glasfasernetz angeschlossen, die Bauarbeiten dazu beginnen im Herbst und werden im Mai 2017 abgeschlossen sein.

In Zeiten, in denen auch übers Internet Fernsehen geschaut wird, sind die Ansprüche höher als noch vor einigen Jahren. „Wir brauchen schnelles Internet nicht mehr nur für bestimmte Bereiche, sondern wir brauchen eine durchgehend gute Versorgung“, betonte OB Marcel Philipp, der sich mit Anwohnern und Vertretern der Stadt, der Politik, der Verwaltung und von NetAachen im Eilendorfer Cockerill-Park getroffen hatte.

Abdeckung liegt bei 95 Prozent

In 95 Prozent des Aachener Stadtgebiets sind bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 50 Megabit (Mbit) pro Sekunde möglich, in Eilendorf sind es bald sogar bis zu 100 Mbit pro Sekunde. Bis 2018, so die Landes- und Bundespläne, soll es eine flächendeckende Versorgung mit Datenübertragungsraten von mehr als 50 Mbit pro Sekunde geben.

Anwohner im Cockerill-Park hatten sich zu einer Initiative zusammengeschlossen und sich an die Stadt Aachen gewandt, um auf die Internet-Situation in Eilendorf aufmerksam zu machen. „Bürgerinitiative, Verwaltung und Politik haben sehr gut zusammengearbeitet“, lobte Elke Eschweiler, Bezirksbürgermeisterin in Eilendorf. „Nicht einmal fünf Monate hat es gedauert, bis wir jetzt ein schnelles und gutes Ergebnis erzielen konnten.“

Und auch Andreas Schneider, Geschäftsführer von NetAachen, lobte die engagierten Anwohner: „Eilendorf hatten wir zwar schon länger im Visier, aber nicht ganz oben auf der Prioritätenliste.“ Der Impuls durch die Bürgerinitiative sei sehr wichtig gewesen.

Bis zum Mai 2017 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, dann liegen in Eilendorf rund fünf Kilometer Glasfasernetz. Auf den sogenannten „letzten Meilen“ ins Haus werden die Glasfaserleitungen von NetAachen mit den bestehenden Kupferstrecken der Telekom verbunden. „Rund die Hälfte der Glasfaserverlegung erfolgt über Kabelzug in bestehenden Trassen, sodass tiefbaubedingte Einschränkungen für die Anwohner deutlich minimiert werden können“, sagte Schneider.