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Ein subjektiver Rückblick aufs Jahr 2018 in Aachen

Unsere Themen des Jahres 2018 : Milliarden Pixel auf Dom geschossen

Die Lokalredaktion der Aachener Zeitung blickt auf das Jahr 2018 zurück und hat ganz subjektiv ihre schönsten, wichtigsten oder bemerkenswertesten Momente und Entwicklungen aufgeschrieben. Hier: „Der Dom leuchtet“

Da behaupte noch jemand, dem Aachener Domkapitel fehle es an progressiver Kraft. Weit gefehlt. 40 Jahre Weltkulturerbe Aachener Dom: Milliarden Pixel haben Experten in der Festwoche im September auf das 1200 Jahre alte Münstergemäuer geschossen. Die fulminante Sound- und Lichtshow „Der Dom leuchtet“ zog in neun Vorstellungen 36.000 Menschen auf dem Katschhof in ihren Bann. Ausverkauft. Absolut faszinierend.

Dreidimensional wurde der Dom phänomenal in Szene gesetzt – als zentrale Figur und Projektionsfläche einer aufregenden Story um Herrscherfreude, Bauleidenschaft, Pracht und Mystik, Leben und Leiden. Wobei der Kampf zwischen Gut und Böse mit immer wieder neuen Wendungen spektakuläre Wow-Effekte erzielte. Unvergesslich für alle, die es live miterlebt haben. Professor Leif Kobbelt, Inhaber des Lehrstuhls für Computergrafik, Multimedia und Computer Vision an der RWTH Aachen, hatte durch eine millimetergenaue Laservermessung des monumentalen Bauwerks die Basis für das Spektakel geliefert. 14 Hochleistungsbeamer bespielten 60 mal 80 Meter. In knapp 25 Minuten griff die Geschichte – erdacht und programmiert von Matthias Büsching (Art Director der Werbeagentur Power + Radach), Lichtdesigner Christoph Hillen und Komponist Frank Stumvoll – buchstäblich Raum.

 „Der Dom leuchtet“ zog in neun Vorstellungen 36.000 Menschen auf dem Katschhof in ihren Bann.
„Der Dom leuchtet“ zog in neun Vorstellungen 36.000 Menschen auf dem Katschhof in ihren Bann. Foto: Andreas Herrmann

Da glühte das Westwerk in Flammen, rotierte das Oktogon, ein Kampfflugzeug dröhnte als Schatten quer übers Gestein. Schädlinge nagten an der Statik, architektonische Finessen wurden kunstvoll visualisiert. Was für ungeahnte Perpektiven! Und der Dom selbst versank, schüttelte sich, driftete, stellte sich tatsächlich quer – um letztlich wieder in voller Pracht zu verschmelzen und zu erstrahlen. Gänsehaut. Domkapitel, Stadt Aachen und Sponsoren machten es möglich. Eine einzigartige Werbung – nicht nur für den Sakralbau – weit über die Stadtgrenzen hinaus!

Die anderen Themen des Jahres 2018: