Baustellen: Ein neues Nadelöhr auf Aachens äußerem Ring

Baustellen : Ein neues Nadelöhr auf Aachens äußerem Ring

Die Bauarbeiten an der Krefelder Straße in Aachen sind in den letzten Zügen, und direkt im Anschluss steht schon das nächste Großprojekt an: Die Ludwigsallee und Teile der Roermonder Straße werden ab Mitte Oktober vom Aachener Netzbetreiber Regionetz umfangreich saniert.

Die Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser sowie Abwasserkanäle sollen für rund 1,5 Millionen Euro erneuert werden. Vorbereitende Maßnahmen werden bereits ab Montag, 8. Oktober, eingeleitet.

Das Projekt an sich besteht aus zwei Bauphasen. Die erste startet am 15. Oktober, der erste Abschnitt beginnt auf der Ludwigsallee im Kreuzungsbereich Roermonder Straße und wandert bis voraussichtlich Anfang 2020 in Etappen zur Kreuzung Lousbergstraße. Parallel wird der Bereich Roermonder Straße bis Turmstraße stadteinwärts saniert. „Der Kanal dort ist Baujahr 1895“, erklärt Bauleiter Hans-Joachim Bonné. Einfache Reparaturen würden nicht mehr ausreichen, deshalb müsste er nun saniert werden. Und wenn man eh einmal dabei sei, könne man direkt auch die Versorgungsleitungen erneuern.

Ungefähr acht Monate lang sollen die Kanalarbeiten dauern, im Anschluss wird vier Monate an den Versorgungsleitungen gearbeitet, ehe die Fahrbahndecke voraussichtlich im November 2019 wieder geschlossen wird. Für den letzten Schritt müssen Ludwigsallee und Roermonder Straße kurzzeitig komplett gesperrt werden. Umleitungen werden dann eingerichtet. Im Anschluss beginnt die zweite Bauphase — frühestens im Jahr 2020, wie Regionetz bekanntgibt. Sie umfasst die Ludwigsallee zwischen Kupferstraße und Bastei. „Wir müssen in Aachen aber immer mit archäologischen Funden rechnen, dadurch könnte sich das alles etwas verzögern“, erläutert Heike Ernst, Leiterin der Straßenverkehrsbehörde.

Für die Verkehrsteilnehmer bedeuten die Arbeiten Einschränkungen. „Wir haben die Bitte, dass die Bürger die Baustelle großräumig umfahren“, sagt Ernst. Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird der Verkehr auf der Ludwigsallee nur direkt an der Baustelle von zwei Spuren auf eine geleitet.

Damit Rettungs-, Feuerwehr- und Polizeiwagen problemlos die Baustelle an der Ludwigsallee passieren können, wird ein Stück des Gehwegs für Autofahrer freigegeben, der Parkstreifen wird teilweise gesperrt, damit eine Rettungsgasse gebildet werden kann.

Insgesamt fallen rund um die Baustelle 35 Parkplätze weg, 16 davon an der Roermonder Straße. Sie dienen als Materiallager. „Die Anwohner dort verfügen über Tiefgaragen. Das war die Stelle, an der es am ehesten verschmerzbar ist, wenn Parkplätze wegfallen.“

Die Rechtsabbiegespur von der Ludwigsallee in Richtung Laurensberg bleibt bestehen, und Busse fahren vorerst wie gewohnt. Erst bei der Vollsperrung Ende 2019 wird die Haltestelle Saarstraße an den Pontwall verlegt.