Benefizabend: „Ein Abend, so vielfältig, wie das Leben im Hospiz“

Benefizabend : „Ein Abend, so vielfältig, wie das Leben im Hospiz“

2,53 Millionen Euro sind bereits zusammengekommen. 700.000 Euro Spendengelder muss die Hospizstiftung Region Aachen aber noch einsammeln, um das Hospiz am Iterbach vollständig finanziert zu haben. Am Freitagabend ist die Hospizstiftung diesem Ziel erneut ein gutes Stück näher gekommen.

Die 6. Auflage der Spendengala „Herbstemotionen“ ging begleitet von Jubelrufen und tosendem Applaus zugunsten des neuen Platzes für ein würdiges Sterben in Aachen über die Bühne des Theaters Aachen.

Die „Herbstemotionen“, launig moderiert von Boris Bongers, bieten immer so einiges auf, um den ohnehin großzügigen Besuchern das Herz und die Taschen noch ein wenig weiter zu öffnen. In diesem Jahr sorgten die Tanzwerkstatt Carla Brettschneider, das Sinfonieorchester Aachen, die „Fünflinge – pure vocals“ sowie Schülerinnen und Schüler der Domsingschule gemeinsam mit Dirk von Pezold und „Capella a Capella“ für Gefühle ganz unterschiedlicher Art:

Emilia Casanova und Tjark Döring tanzten sich gleich zu Beginn mit einem Contemporary-Duett zu Ed Sheerans „Perfect“ in die Herzen der Zuschauer im voll besetzten Theater. In weiteren Modern- und Ballettauftritten fesselten auch die anderen Tänzerinnen der Tanzwerkstatt Carla Brettschneider das Publikum mit emotionsreichen Darbietungen.

Launiger Moderator und gut aufgelegte Kuratoriumsvorsitzende: Ulla Schmidt und Boris Bongers. Foto: Andreas Herrmann

Zum Wohlfühlen waren auch die Einlagen des Sinfonieorchesters: Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Ward gab es russische Musik von Schostakowitsch und Glasunow aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die neue Erste Kapellmeisterin Yura Yang überzeugte nach ihrer Premiere mit der Oper „Werther“ auch mit der Ouvertüre von „Orpheus in der Unterwelt“ bei den „Herbstemotionen“.

Dirk von Pezold – legendärer Lennet Kann im Aachener Karneval – kehrte mit den gesanglich bestens aufgelegten Männern von „Capella a Capella“ und vor allem einer bühnenfüllenden Menge von Nachwuchssängerinnen und -sängern der Domsingschule auf die Bühne zurück und brachte den Saal das erste Mal mit Mundart-Zückerchen zum Toben. Da machte es auch nichts, dass nicht immer alle Einsätze von Dirk von Pezold sicher saßen.

Udo Dohlen, Thomas Spiekermann, Michael von der Weiden, Olaf Korr und Luc Nelissen – die „Fünflinge – pure vocals“ – verstehen auch einiges von A-cappella-Gesang und launiger Moderation. Sie zauberten den Zuschauern mit amüsanten Songs von Wise Guys und Co, mit groovigen Rhythmen von Bruno Mars und Kollegen ein Dauergrinsen aufs Gesicht.

So war die Stimmung perfekt, um die Spendensumme des Abends noch einmal ordentlich zu erhöhen: Für 2650 Euro kam das Aquarell-Gemälde „Kommen und Gehen“ aus der Themenreihe „Menschenwürde“ des in Aachen ansässigen Malers Detlef Kellermann unter den virtuellen Hammer von Moderator Bongers, bevor alle Aktiven des Abends zusammen mit Moritz Schippers (Klavier) und Sascha Mans (Gitarre/Geang) „Let There Be Love“ von Oasis anstimmten.

Ulla Schmidt, Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung hatte nicht zu viel versprochen als sie zu Beginn der „Herbstemotionen“ sagte: „Ein Abend, so vielfältig wie das Leben im Hospiz.“ Die siebte Wiederauflage ist bereits fest verabredet.

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