Aachen: Eifriges Proben für den großen Auftritt im Theater

Aachen : Eifriges Proben für den großen Auftritt im Theater

„Es ist einfach toll, was unsere Schüler nach kurzer Zeit schon spielen können“, ist Katharina Kluge über die Leistungen der Streicherklasse begeistert. Die Koordinatorin der Erprobungsstufe an der Viktoriaschule freut sich über den zunehmenden Erfolg der Zusammenarbeit mit der Musikschule Aachen. 29 Mädchen und Jungen des fünften Jahrgangs sind mit großem Eifer dabei. Seit Anfang Januar wird für den großen Auftritt im Stadttheater geprobt.

Die Streicherklasse als Baustein im regulären Musikunterricht besteht seit 2014. Über einen Zeitraum von zwei Schuljahren erlernen die Fünft- und Sechstklässler im Klassenverband ein Streichinstrument ihrer Wahl — Bratsche, Cello, Geige oder Kontrabass.

Hohe Identifikation

„Besonders am Konzept ist, dass Anfänger und Fortgeschrittene zusammen unterrichtet werden“, betont Kluge. Bei den Proben mit Illa Tönnies, Fachbereichsleiterin für Streichinstrumente, und ihrer Kollegin Kasia Gasztecka, geht es munter zur Sache. Die Kinder tragen alle ein Projekt-T-Shirt mit den Logos der Schule und der Musikschule. Die Identifikation ist hoch. „Die Schüler haben sich bewusst für das Streichinstrument entschieden. Als Alternative gibt es zum Beispiel auch die Möglichkeit, Keyboard zu spielen“, erklärt Kluge das Konzept.

Auch die Vernetzung mit den Grundschulen in Hanbruch und Schönforst, die ebenfalls Streicherklassen haben, sei ein positiver Effekt. Bei den Sechstklässlern sind 27 Kinder in der Streicherklasse aktiv. „Die Zusammenarbeit in dieser Form ist neu. Wir möchten gerne die Kooperation mit der Musikschule und den Schulen noch weiter verstärken“, betont Lisa Klingenburg, Musikvermittlerin am Theater Aachen.

Bei der Probe machen sich die Mädchen und Jungen zunächst warm. Fingerübungen sind angesagt, bevor es an die Instrumente geht. Alle haben als Ziel das große Familienkonzert im Theater Aachen vor Augen, das am 4. März unter dem Titel „Mathis in der Musikwerkstatt“ über die Bühne geht.

Wie entsteht ein neues Stück?

Wie entsteht eigentlich ein neues Musikstück? Was muss man wissen, um ein Stück zu komponieren? Und wie geht das überhaupt? Diesen Fragen stellen sich die Schüler, das Orchester und Dirigent Mathis Groß.

Mit dem freien Komponisten Sven Heinze wurde ein Stück konzipiert, das von den Streichern und dem großen Sinfonieorchester gemeinsam gespielt werden kann. „Es hat zwei Teile und beginnt mit sogenannter Neuer Musik, ganz verschiedenen Klangrichtungen. Wir haben die Schüler gefragt, was die Streichmusik ausmacht und das sind die Ergebnisse“, erklärt Heinze.

Vier verschiedene Klänge hat er ausgewählt und eine Collage, einen Klangteppich daraus erschaffen, der in einem Kanon durch das Orchester geht. Im zweiten Teil ist dann das Sinfonieorchester mit rund 45 Musikern an der Reihe.

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