Aachen: Ehrenamtsfest: Die richtige Motivation zum Weitermachen

Aachen : Ehrenamtsfest: Die richtige Motivation zum Weitermachen

Das Bistum Aachen ist seinen ehrenamtlich Engagierten dankbar — besonders rückblickend auf das vergangene Jahr. Denn verstärkt war es auf die Hilfe in der Flüchtlingsarbeit angekommen. Und auch hier konnten sich das Bistum und die Kommunen auf seine Ehrenamtlichen verlassen. Am Sonntag wurde ihnen deswegen ein großes Fest spendiert.

Auf dem Katschhof waren bei fast trockenen Verhältnissen ungefähr 500 Gäste eingeladen, gemeinsam zu feiern, zu singen, zu lachen, zu essen und sich weiter zu vernetzen.

Ein Auftrag für Generationen: Auch die jüngeren Teilnehmer transportierten thematisch die Ursachen für Flucht.

Andreas Frick, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators des Bistums Aachen, eröffnete das Open-Air-Fest mit großem Dank an das Engagement, das von Hilfe in den Kleiderkammern über Sprachkurse und Begleitung von Behördengängen bis zur Kinderbetreuung und Integrationsbegleitung reiche. Die Ehrenamtlichen zeigten, dass das Bistum Aachen keine Abgrenzung wolle, sondern für Gerechtigkeit und konkrete Hilfe stehe, so Frick.

Rhythmen aus Korea: Die Gruppe des Klösterchens in Herzogenrath trommelte nach dem Gottesdienst.

Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp zeigte sich in seiner Ansprache dankbar und betonte die enge und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche und der Politik. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft konnte nicht kommen, sie ließ sich allerdings von Staatssekretärin Anja Surmann vertreten. Auch sie dankte im Namen der Landesregierung den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Aachen sei ein besonderes Beispiel für gelebte Nächstenliebe. „NRW ist stolz auf Sie, bitte machen Sie weiter“, motivierte Surmann.

Den Auftakt für das Fest hatte ein Gottesdienst im Dom geboten, der durch die koreanische Tanz- und Trommelkunst Gruppe des Klösterchens in Herzogenrath auf dem Katschhof rhythmisch abgelöst wurde. Rhythmisch war auch ein weiterer Programmpunkt des Nachmittags: der Gospelhouse-Chor der Internationalen Christlichen Freikirche riss das Publikum mit Klassikern wie „This little light of mine“ mit. Dazu trat die Aachener Kabarettgröße Wendelin Haverkamp auf. Er versuchte mit spitzer Zunge eine freiheitliche Definition von „Heimat“ und um damit der nationalistischen Beanspruchung des Begriffs entgegenzutreten.

Das Fest war vielfältig gestaltet. Neben dem Hauptprogramm auf der Bühne waren die Gäste beispielsweise eingeladen, gemeinsame Fotos zu schießen oder Luftballons mit kleinen Nachrichten auszustatten, um sie im Anschluss an das Fest gemeinsam fliegen zu lassen. Auch der Missio Truck war für die Gäste auf dem Katschhof offen, um multimedial über den langen Weg der Flucht am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Ostkongo aufzuklären.

Das Ehrenamtsfest des Bistums Aachen motivierte auf gelungene Weise weiterzumachen, sich zu vernetzen um helfen zu können und Neuankömmlingen eine neue Heimat finden zu lassen.