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U16-Benefiz-Fußballspiel: Dynamo Kiew trifft auf Alemannia Aachen

U16-Benefiz-Fußballspiel : Dynamo Kiew trifft auf Alemannia Aachen

Der Nachwuchs von Alemannia Aachen empfängt am Mittwoch die Spieler von Dynamo Kiew. Wie Zuschauer und Fans helfen können.

Die Begegnung ist ungewöhnlich, sie verdient besondere Aufmerksamkeit: Am Mittwoch, 21. September, trifft die U16-Auswahl von Alemannia Aachen um 19 Uhr auf das U16-Team von Dynamo Kiew. Die jungen Spieler des ukrainischen Rekordmeisters sind wegen des russischen Angriffskrieges aus ihrer Heimat nach Deutschland geflohen.

„Die Jungs sind quasi mit ihrem Mannschaftsbus geflohen, sind in Köln untergekommen“, sagt Marc Stuhlsatz, Betreuer der Aachener U16-Auswahl. Dort kümmere sich die Stiftung des 1. FC Köln um die Jugendlichen.

Insgesamt sind in der Rhein-Metropole rund 50 Spieler zwischen 14 und 16 Jahren mit einer Handvoll Betreuern angekommen. Sie leben dort von der üblichen staatlichen Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine.

„Wir möchten aber dazu beitragen, dass die Jungs hier auch sportlich vorankommen, dass es Begegnungen mit möglichst vielen Sportlern und Menschen aus Deutschland gibt“, sagt Stuhlsatz. Und natürlich sollen auch Spenden gesammelt werden – das organisieren Spieler-Eltern. Sie werden am Mittwoch rund um das Spielfeld auf dem Tivoli-Parkhaus an der Krefelder Straße mit einer Spendenbüchse unterwegs sein. Das Geld wird für die Verpflegung – aber auch zum Betanken des Mannschaftsbusses – dringend benötigt.

Wie es zu der ungewöhnlichen Spiel-Konstelltion kam? „Ich bin über Soziale Medien auf die Flucht der Kiewer Jugend-Mannschaften und die Unterbringung in Köln aufmerksam geworden“, erklärt Stuhlsatz. „Der Kontakt war schnell hergestellt; die Jungs kommen super gerne zu uns nach Aachen. Wir sind ja hier finanziell nicht auf Rosen gebettet. ich bin aber wirklich zuversichtlich, dass wir eine ansehnliche Summe zusammenbekommen“, sagt er.

Deshalb sind am Mittwoch um 19 Uhr nicht nur Fußballfans willkommen – sondern alle, die den Geflüchteten aus der Ukraine helfen möchten. „Schön wäre natürlich auch, wenn viele hier in Aachen untergekommene Menschen aus der Ukraine hinzukommen könnten“, sagt der Betreuer.

Bleibt die Platzfrage: Auf dem Tivoli-Parkhaus sind keine Zuschauerränge; aber wenige Hundert Menschen finden rund um den Kunstrasen Platz. das Spielergebnis indes dürfte völlig belanglos sein. „Wir möchten einfach ein Zeichen setzen“, bekräftigt Stuhlsatz.