Forst: Durch und durch Katharina-Schütze

Forst: Durch und durch Katharina-Schütze

Die St.-Katharina-Schützenbruderschaft Aachen-Forst feierte ihren traditionellen Königsvogelschuss. Das kühle Nass schien den Schützenbrüdern und -schwestern wenig auszumachen, denn gespannt verfolgten sie — mit Regenschirmen bestückt — den Wettkampf um die Majestätenwürde.

Zum Schluss blieben nur sieben Konkurrenten übrig, darunter Vorjahreskönigin Brigitte Radermacher, ihre Schwester Marieluise Bremen und Schwager Friedhelm Bremen. Als Friedhelm Bremen an die Reihe kam, brachte er den rotierenden Vogel schließlich mit dem 242. Schuss kopfüber zu Fall, und die Freude war groß. „Ich kann es gar nicht fassen“, strahlte Bremen.

Für den 61-jährigen Industriekaufmann wird 2016 ein ganz besonderes Königsjahr, da er sein 50-jähriges Jubiläum als Mitglied bei der St- Katharina-Bruderschaft begeht. Durch seinen Vater Edmund, Schießwart der Katharina-Schützen, motiviert, trat der damals elfjährige Friedhelm in die Bruderschaft ein und konnte 1975 den Prinzenvogel von der Stange holen. Bereits 1996 und 2013 repräsentierte er die Bruderschaft als König.

Mit viel Herzblut vertritt er den Verein bei sämtlichen Schützenfesten befreundeter Vereine, denn er hat seit neun Jahren das Amt des 1. Brudermeisters inne. Doch das Schützenblut fließt durch sämtliche Adern der Familie Bremen-Radermacher, und auch die Treffsicherheit scheint in der Familie zu liegen: So konnte seine 17-jährige Nichte Katharina Radermacher den Prinzenvogel nach 2014 zum zweiten Mal erlegen. An Bremens Seite steht als „König der Könige“ Werner Rupp, der ihn bei diversen Festivitäten in seinem Amt vertritt.

Damit auch die anderen schießbegeisterten Gäste und Schützenbrüder nicht zu kurz kamen, wurden noch ein Geldvogel (Gästevogel) sowie diverse Pokale und Plaketten wie die Jakob-Kommer-Plakette, der Damenpokal, der Heinz-Lambertz-Pokal und der Edmund-Bremen-Pokal ausgeschossen.

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