Aachen: Digitale Impulse für den Öcher Fastelovvend

Aachen : Digitale Impulse für den Öcher Fastelovvend

Mit einem neuartigen Format wollen AKV und NetAachen in der kommenden Session zeigen, dass der Öcher Fastelovvend nicht nur auf den Bühnen der Karnevalssitzungen stattfindet, sondern auch im Internet Einzug hält. Moderne Zeiten. Unter dem Titel „Alaaf 4.0“ rufen der AKV und der Telefon- und Internetanbieter einen Wettbewerb für Künstler aus der ganzen Euregio aus.

Gesucht wird die „innovativste karnevalistische Darbietung“, so die offizielle Ausschreibung. Dem Sieger winkt neben einer Dotierung in Höhe von 4000 Euro ein Auftritt bei der Prinzenproklamation am 6. Januar im Eurogress.

Andreas Schneider, Geschäftsführer von NetAachen, erklärte, wie die Idee entstanden ist: „Wir möchten den Aachener Karneval mit neuen Impulsen versorgen. Der Karneval hat eine integrative und soziale Funktion für Jung und Alt, für Menschen aller Couleur. Aber er braucht auch etwas Neues, neue Entwicklungen. Daher haben wir den Wettbewerb ins Leben gerufen.“

Und so läuft „Alaaf 4.0“ ab: Künstlerinnen und Künstler oder Gruppen bewerben sich mit einem Video mit einer Dauer von zwei bis drei Minuten. Die Videos sind per E-Mail zu schicken an alaaf@akv.de. Einsendeschluss ist der 10. Dezember. Anschließend setzt sich die Jury, bestehend aus dem Elferrat, Vertretern von NetAachen und dem ehemaligen Elferratsmitglied und jetzigen „Innovationsscout“ Rolf Gerrards, zusammen und kürt den Siegerbeitrag. Den Künstlern sind bei der Gestaltung ihrer Darbietungen keinerlei Grenzen gesetzt, es müssen nicht einmal zwingend karnevalistische Showeinlagen sein. „Wir möchten alle Aachener Künstler motivieren, am Wettbewerb teilzunehmen. Völlig egal, ob Tanz, Büttenrede, Kleinkunst oder Bauchrednerei, die ganze Palette ist offen“, betonte AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil.

Wenn am 6. Januar dann Prinz Mike I. proklamiert wird, hat der Sieger oder die siegreiche Gruppe somit die Möglichkeit, sich als Teil des Programms mit seiner Darbietung nicht nur den rund 1300 Jecken im Saal, sondern auch den vielen Zuschauern der Live-Übertragung auf Facebook zu präsentieren. Alle übrigen eingesendeten Videos werden nach der Proklamation auf der Website www.alaaf40.de hochgeladen. AKV und NetAachen wollen also nicht bloß das eigene Programm bereichern, sondern gleichzeitig auch allen Teilnehmern eine öffentliche Plattform bieten. Ganz nach dem Motto „Alaaf 4.0“ eben. Denn, so die Intention, möglicherweise werden dadurch auch andere Karnevalsvereine auf eben diese Tänzer, Sänger, Komiker oder andere Künstler aufmerksam und buchen sie dann für eigene Sitzungen.

Jury-Mitglied Rolf Gerrards ist überzeugt, dass in Aachen genügend Potenzial steckt, das in diesem Wettbewerb zum Vorschein kommen kann: „Wir haben viele Rohdiamanten in Aachen. Diese möchten wir überzeugen, mitzumachen.“ Und Andreas Schneider verriet bereits, dass es sich bei dem Wettbewerb nicht um eine einmalige Sache handeln soll: „Es ist ein lohnenswertes Experiment und soll ein ständiger Innovationsmotor sein.“ Na denn, Oche — Alaaf 4.0!