Aachen: Die Zukunft soll Bürgersache sein

Aachen: Die Zukunft soll Bürgersache sein

Die Zukunft Burtscheids befindet sich derzeit quasi in ihrer prähistorischen Phase. „Im Moment”, sagt Uwe Müller, „ist das für uns noch ein bisschen Jagen und Sammeln.” Gesucht werden gute Ideen, wie sich der Stadtteil sinnvoll umgestalten lässt.

Im Fokus steht dabei das Verkehrsgeschehen. Natürlich gibt es in der Verwaltung Vorschläge, wie sich Burtscheid zukünftig entwickeln soll. Die Stellwände im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor dokumentieren sie.

Die Pläne sollen aber nicht viel mehr als Anregungen sein. Müller, Leiter des städtischen Verkehrsmanagements, betont das. Und er bittet die Bürger um Mithilfe. Für ihre Vorschläge stehen im Verwaltungsgebäude-Foyer die Blech-Briefkästen mit der Aufschrift „Anregungen und Wünsche!” bereit. Von der Leerung verspricht sich die Verwaltung echten Expertenrat. „Der Bürger kennt sich in seiner Straße besser aus als wir”, sagt Horst Schilly von der Abteilung Verkehrsmanagement.

Und so gleicht das von der Verwaltung vorgelegte „Verkehrskonzept Burtscheid” einem groben Leitfaden. „Der Fokus der Maßnahmen liegt auf der Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer”, sagt Planungsdezernentin Gisela Nacken.

Insbesondere im Bereich der zahlreichen Schulen sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die Pkw-Piloten zur langsamen und besonders aufmerksamen Fahrweise animieren. So schlägt die Verwaltung beispielsweise vor, der nahe der Viktoriaschule gelegene Eisenbahntunnel Moltkestraße für den motorisierten Verkehr komplett zu sperren.

Auch optisch soll Burtscheid in absehbarer Zeit wieder einen besseren Eindruck machen. „Ein schöner Stadtteil, so schnuckelig, mit den ganzen Bädern”, sei es ja grundsätzlich, sagt Christiane Gastmann, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Aber sie sagt auch: „Burtscheid ist ein wenig in die Jahre gekommen.” Die Zukunft des Stadtteils soll jedenfalls anders aussehen, die Bürger sind dazu aufgerufen, über das „Wie” zu entscheiden. Wer seine Ideen nicht in einen Briefkasten werfen, sondern sie lieber mündlich vortragen möchte, sollte am Dienstag, 20. April, den Weg ins Verwaltungsgebäude am Marschiertor suchen. An diesem Tag wird das Verkehrskonzept vorgestellt (siehe Box).

Dass die Zukunft Burtscheids allerdings noch ein wenig auf sich warten lässt, möchte Nacken nicht verhehlen: „In der derzeitigen Haushaltslage muss man nicht glauben, dass das schon morgen kommt.”

Das Verkehrskonzept ist hier einsehbar

Zu sehen sind die Pläne zum „Verkehrskonzept Burtscheid” noch bis Freitag, 23. April, im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor (Lagerhausstraße 20). Dort stehen auch Briefkästen für Anregungen bereit.

Eine Bürgerinformationen gibt es dort am Dienstag, 20. April, um 19 Uhr.

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