Die Woche in Aachen: Leser plädieren für bessere Radwege

Die Woche in Aachen : Zeit, dass sich was dreht!

Zeit, dass sich was dreht in der „Europäischen Energie- und Klimaschutzkommune“ – und zwar per Pedale. Erraten: Mit dem schicken Titel darf sich die Öko- und Studentenstadt Aachen schon seit Jahren schmücken. Jetzt aber erklimmen – auf Einladung unserer Zeitung – sogar die Politiker die Fahrradsättel und die eine oder andere Steigung im Talkessel. Damit ihnen die Wähler nächstes Jahr nicht aufs Dach steigen – prima so!

Die erste Tour mit den Kollegen der Lokalredaktion haben sie am vergangenen Donnerstag, den man den grünen nennt, hinter sich gebracht, weitere werden folgen. In den kommenden Tagen werden wir mit Sicherheit berichten, welche (fahr-)bahnbrechenden, weil praktischen Erkenntnisse sie im Hinblick auf die, nun ja, verbesserungswürdigen Zustände des viel diskutierten Radwegenetzes gewonnen haben. Ein kleiner Muskelkater kann ja manchmal heilsam sein …

Dass das Thema den Aachenern – auch angesichts desaströser Bilanzen in Sachen CO2-Emissionen – mächtig unter den Nägeln brennt, hat unsere jüngste Aktion, quasi in puncto Bürgerbeteiligung auf kleinem Dienstweg, allemal eindrucksvoll bewiesen. Die enorme Resonanz auf den Aufruf der AZ, notorische Schwachstellen im Velo-Verkehr zu benennen, zeigt auch, dass sich eben nicht nur die üblichen Verdächtigen aus den Lobby-Verbänden mit Vehemenz für umweltgerechte Lösungen gegen Dauerstau und Luftverpestung einsetzen. Also darf man gespannt sein wie eine bestens gepflegte Fahrradkette, ob das von der Initiative „Radentscheid“ geplante offizielle Bürgerbegehren ebenso flott in die Gänge kommt, sozusagen als ultimativer Weckruf aus einem jahrelangen Winterschlaf ...

Gutes Stichwort: Mit Freuden, wenn auch eher am Rande, nehmen wir zur Kenntnis, dass der berühmt-berüchtigte Feldhamster seinen veritablen Dauerschlummer dieser Tage quasi final beenden soll – und zwar ausgerechnet an den ehemaligen Schlagbäumen bei Horbach. Dass die quirligen Tierchen im vergangenen Jahr in einer grenzüberschreitenden Aktion just dort „ausgewildert“ worden sind, wo ihre (mutmaßliche) Präsenz vor Jahrzehnten beinahe ein – richtig: grenzüberschreitendes – Gewerbegebiet namens Avantis zu Fall gebracht hätte, darf man wohl als typischen Treppenwitz der jüngeren Öcher Historie verbuchen. Damals hat man freilich nie einen naseweisen Nager gesichtet. Also sagen wir mal: willkommen (zurück)! Vielleicht läuft Ihnen ja ein putziger Vierbeiner über den Weg, wenn Sie sich zum fröhlichen Eiersuchen aufmachen. Am besten im Fahrradsattel. So oder so: fröhliche Ostern!

m.hinrichs@zeitungsverlag-aachen.de

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