Befragung: Die Westparkbewohner fühlen sich wohl in ihrem Quartier

Befragung : Die Westparkbewohner fühlen sich wohl in ihrem Quartier

Die Bewohner im Westparkviertel fühlen sich wohl in ihrem Quartier, schätzen die Stadtnähe, die Infrastruktur, die Gemeinschaft unter den Nachbarn und natürlich ihren Park, den sie als zentralen Ort schätzen. Das sind Ergebnisse, die eine Umfrage der Katholischen Hochschule (KatHO) in Zusammenarbeit mit dem Quartiersbüro 55 plus ergeben hat.

Demnach würden sich die Bewohner allerdings mehr Cafés wünschen, mehr Parkmöglichkeiten, öffentliche Toiletten am Westpark und sportliche Angebote wie eine Boulebahn. „Mit den Wünschen der Bürger ist das aber so eine Sache“, meinte Dr. Marius Otto, Sozialplaner der Stadt. „Fragt man sie danach, haben sie immer welche.“ Offen bleibe dabei, wie ernst es ihnen damit sei.

Zu hohes Verkehrsaufkommen, Lärm, mangelnde Sauberkeit und Drogenkriminalität werden in der Umfrage als Schwächen des Viertels genannt. „Diese Punkte würden vermutlich in jedem anderen Stadtviertel ebenso genannt“, meinte Otto. Demnach weicht die subjektive Wahrnehmung der Bürger oft von den offiziellen Daten der Polizei ab. Das Westparkviertel jedenfalls sei mit Blick auf diese Punkte nicht auffällig.

„Ergebnisse überprüfen“

Die KatHO hat die Umfrage im Mai erhoben. 420 beantwortete Fragebögen kamen dabei zusammen. „Die Ergebnisse sollten jetzt punktuell überprüft werden“, sagte
Dr. Marianne Genenger-Stricker von der KatHO, als sie die Ergebnisse gemeinsam mit Miriam Floren, wissenschaftliche Mitarbeiterin, vorstellte. Dabei richtete sie den Blick vor allem auch auf die älteren Bewohner. Viele würden am liebsten in ihrer Wohnung bleiben, so die Umfrage, aber 45 Prozent finden auch ein Mehrgenerationenhaus interessant.

Die Umfrage ist ein Baustein in dem Ansinnen, das Westparkviertel so zu gestalten, dass ältere Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können. Seit rund einem Jahr setzt sich das Quartiersbüro 55 plus im Seniorenheim St. Elisabeth dafür ein, die Strukturen entsprechend zu verbessern. Und laut Quartiersmanagerin Marion Bergk gibt es schon jetzt eine Reihe von Angeboten, um alte Menschen aus ihrer Vereinsamung zu holen. Dazu zählt beispielsweise ein tägliches QiGong- und Taichi-Angebot im Westpark.

Franz Hiss (77) ist einer von denen, die sich morgens im Westpark mit dem Trainer treffen, um mit den „extrem verlangsamten Bewegungen“ den Tag zu beginnen. „Eigentlich wollte ich beim ersten Mal nur gucken, was das eigentlich ist“, erzählte er den Gästen im Pavillon des St. Elisabeth-Altenheims. Dann habe es ihm und seiner Frau so gut gefallen, dass sie dabei geblieben sind.

Ein zweites Angebot ist das Feierabendsingen: An jedem ersten Donnerstag des Monats treffen sich alle die, die mitmachen wollen, um 18 Uhr an der großen Wiese am Weiher. Außerdem bietet das Quartiersbüro auch offene Sprechzeiten. Am Donnerstag, 4. Oktober, ist Marion Bergk ab 15 Uhr mit ihrer mobilen Bank im Westpark unterwegs, um mit den Menschen bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen.

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