Die Vorbereitungen für den Sommerbend laufen in Aachen auf Hochtouren

Sommerbend : Am Freitag fällt der Startschuss für 120 Schausteller

Endspurt: Am Freitag, 9. August, wird der Öcher Sommerbend um 14 Uhr eröffnet. Auch dieses Jahr locken wieder viele Neuheiten auf den Bendplatz.

Höhenangst ist auf dem „Alpen Coaster“ eindeutig fehl am Platz. Mit einer Gesamthöhe von 24 Metern und einer Schienenlänge von 500 Metern ist die Achterbahn nichts für schwache Nerven. Das gilt nicht erst ab Freitag, 14 Uhr, wenn sie offiziell auf dem Aachener Bendplatz in Betrieb genommen wird. Auch am Donnerstagvormittag lautet die Devise: Wem sich beim Blick in tiefe Abgründe der Magen umdreht, sollte sich lieber woanders aufhalten. Es wird geschraubt und gehämmert – und das in schwindelerregender Höhe. Der Aufbau der Achterbahn, die zum ersten Mal auf dem Öcher Bend gastiert, stellt die Schausteller vor eine besondere Herausforderung, wie Bendmanager Markus Schöning am Donnerstag beim Presserundgang über das Gelände betont. Allein die Frontlänge des großen Fahrgeschäfts beträgt 54 Meter. Damit die Lastwagen und der für den Aufbau genötigte Kran ihr Ziel überhaupt erreichen können, sei der Stellplatz mitten am Eingang alternativlos gewesen. „Alles muss für diese Achterbahn weichen“, sagt Schöning. Auch der allseits beliebte Autoscooter.

Während die Gleise am „Alpen Coaster“ noch ins Leere führen, wurden die Fahrzeuge vom Autoscooter bereits durch die Bauaufsicht abgenommen. Beim Sommerbend ist die Zeit für Auf- und Abbau besonders eng getaktet, erklärt Schöning. Ab Freitag, 9. August, locken elf Tage lang insgesamt 120 Schausteller an die Kühlwetterstraße. Viele von ihnen haben noch am vergangenen Sonntag, 4. August, die Gäste der Annakirmes in Düren verabschiedet. Die Fahr-, Lauf- und Spielgeschäfte innerhalb von nicht mal einer Woche in den Transporters ein- und wieder auszupacken, ist nach Aussagen des Bendmanagers durchaus sportlich. Und wenn am Montagabend, 19. August, das große Feuerwerk das Ende des diesjährigen Sommerbends einläutet, dürften sich zumindest gedanklich die ersten Schausteller schon auf den Weg zum Neusser Schützenfest machen. Sommerzeit ist Kirmeszeit.

Die Kirmeszeit in Aachen soll nicht nur die Achterbahn mit dem Alpen-Flair als Neuheit versüßen. So können sich die Öcher erstmals auf dem „Pacific Rim“ durchschütteln lassen – der zweiten Station überhaupt für das neue Gondel-Fahrgeschäft („Nur für Hartgesottene!“). Premiere in Aachen feiern zudem die „Drifting Autos“ beim Autoscooter, die einem das Gefühl geben sollen, „wie auf Eis“ um die Kurve zu fahren.

500 bis 600 Menschen sorgen laut Schöning vor und hinter den Kulissen dafür, dass beim Sommerbend nicht nur diese Attraktionen, sondern auch die Lebensmittelstände wie geschmiert laufen. Dabei sei es zunehmend schwieriger, das benötigte Personal zu finden, betont Schöning. Dass Go-Kart-Bahnen kaum noch auf Kirmessen zu finden seien, liege etwa auch an dem hohen Personalaufwand, der für den Betrieb benötigt werde. Ebenfalls problematisch sind laut Peter Loosen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, die hohen Transportkosten.

Apropos Transport: Das Eurogress Aachen weist als Veranstalter darauf hin, dass die Besucher für die Anreise am besten öffentliche Verkehrsmittel wählen oder Parkhäuser im weiteren Umfeld nutzen, um von dort aus mit dem Bus zum Bendplatz zu fahren. Kostenpflichtige Parkplätze stehen im näheren Umkreis natürlich trotzdem zur Verfügung: täglich am ehemaligen Westbahnhofgelände und am Wochenende auch noch am Arbeitsamt.

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