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Büchel-Baum: Die Tage des Betonrings sind gezählt

Büchel-Baum : Die Tage des Betonrings sind gezählt

Als Rammschutz für den Büchel-Baum war der Betonring immer umstritten. Wegen irreparabler Schäden soll er nun bald abgebaut werden.

Rammschutz oder Sitzplatz? Diese Frage zum Betonring um den Büchel-Baum konnte jetzt zwar abschließend geklärt werden, wird sich aber schon bald ohnehin erledigt haben. Denn der Betonring am Büchel soll – Überraschung – in absehbarer Zeit verschwinden.

Dies geht aus einer Antwort der Verwaltung zu einer Anfrage des SPD-Ratsherrn Norbert Plum hervor. Er hatte im Zuge der leicht skurrilen Debatte um die fünf Poller, die die Stadt Aachen zum Schutz des Baums und der ihn umgebenden Einfassung aufgestellt hat, nähere Auskunft zur Funktion des berühmt-berüchtigten Betonrings erbeten. Die hat er jetzt erhalten.

Die „runde und sehr robuste Einfassung“, die im Jahr 2011 beschlossen worden ist, war damals in erster Linie als Rammschutz für den am Büchel gepflanzten Baum gedacht. Weil sich dort im Laufe der Jahre immer wieder Passanten niedergelassen haben, sei aus dem Rammschutz „im allgemeinen Sprachgebrauch“ jedoch eine Sitzbank geworden, teilt die Verwaltung nun mit. Der Effekt sei ausdrücklich zu begrüßen, heißt es weiter, denn gerade auch im oberen Büchel-Bereich sei seinerzeit eine „Stärkung der Aufenthaltsqualität“ angestrebt worden.

Ob Rammschutz oder Sitzbank – die fünf Poller seien so oder so zur Absicherung des „stehenden Hindernisses im Straßenraum“ nötig gewesen, führt die Verwaltung aus. Denn wegen der vielen Baustellen und um dem Schwerlastverkehr die Passage durch enge Gassen zu ermöglichen, hat man den bis dato „verkehrsberuhigten Bereich“ am Büchel wieder in eine Fahrbahn verwandelt.

Vom Verkehr ist der Rammschutz-Betonring in all den Jahren allerdings auch zuvor schon schwer gezeichnet worden. Die Schäden seien „in Summe irreparabel“, teilt die Verwaltung jetzt mit. Der Abbau sei daher schon in Planung. Ein Pflanzbeet soll dann den Betonring ersetzen. Den nötigen Schutz für Baum und Beet sollen in den nächsten zwei, drei Jahren die provisorisch gesetzten Poller gewährleisten.

Und obwohl es viele befürchten: Das Stadtbild soll ausdrücklich nicht von weiß-rot angemalten Metallpfosten geprägt werden. Nach Abschluss der intensiven Baustellenphase, so versichert die Verwaltung, ist „eine erneute stadtgestalterische wie verkehrsrechtliche Betrachtung des Büchel beabsichtigt“. Raum für weitere Diskussionen ist in jedem Fall gegeben.