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Cybergrooming in Aachen: Die Täter lauern im Internet

Cybergrooming in Aachen : Die Täter lauern im Internet

Auch in der Aachener Region werden Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe im Internet. Anzeigen gibt es aber wenige, sagt die Polizei.

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche, die im Internet oder in Sozialen Netzwerken unterwegs sind, sexuell belästigt oder sogar missbraucht. Cybergrooming nennt man das Anbahnen sexueller Kontakte mit Minderjährigen im Internet. Cybergrooming ist eine Straftat.

Angezeigt werden solche Delikte aber eher selten, dabei sind die Chancen, dass die Täter erwischt werden, ziemlich groß, wie Zahlen der Polizei Aachen belegen.

Nach Angaben der Pressestelle im Aachener Polizeipräsidium wurden in vergangenen Jahr (Januar bis September) in der Städteregion Aachen elf Fälle von Cybergrooming gemeldet. Zehn der Fälle konnten aufgeklärt werden.

In diesem Jahr wurden bis Ende September 15 Fälle zur Anzeige gebracht, in 13 Fällen konnte ein Verdächtiger ermittelt werden. „Die Zahlen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, Tatverdächtige zu ermitteln, sehr hoch ist“, folgert Stefanie Kutsch von der Pressestelle der Polizei. „Für die Täter besteht also ein hohes Entdeckungsrisiko.“

Ob die Zahl der Fälle von Cybergrooming zunehme, lasse sich allerdings nur schwer feststellen, sagt Kutsch. „Wie bei vielen Delikten im Internet gibt es eine Dunkelziffer.“

Am Aachener Couven-Gymnasium macht Schulsozialarbeiterin Nicole Rütten Cybergrooming regelmäßig zum Thema in ihrer medienpädagogischen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.

(mg)