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Die Stadt Aachen ruft in Coronavirus-Zeiten eine Hotline ins Leben

Stadt Aachen setzt auf soziale Hilfsangebote : Neue Hotline zur sozialen Unterstützung

Zusammen mit den Trägern der freien Wohlfahrtsverbände hat die Stadt Aachen eine Hotline ins Leben gerufen. Diese soll als Anlaufstelle für Hilfesuchende genutzt werden, die in Corona-Zeiten Unterstützung benötigen.

Wer in diesen Tagen wegen des Coronavirus von Lohnkürzungen oder Kurzarbeit betroffen ist, fragt sich, wie er die laufenden Kosten decken soll. Wer Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen versucht, dem rutscht eventuell leichter die Hand aus. Wer Asthma oder eine andere chronische Vorerkrankung hat, der überlegt sich vermutlich zweimal, ob er tatsächlich das Haus verlassen muss. Und wer alleine lebt, der sehnt sich möglicherweise nach einem Gesprächspartner, mit dem er seine Ängste teilen kann.

Besondere Umstände fordern besondere Unterstützung. Um individuellen Sorgen der Aachener und Aachenerinnen zu begegnen, hat die Stadt gemeinsam mit den Trägern der freien Wohlfahrtsverbände eine Ehrenamtsbörse eingerichtet. Eine speziell dafür angelegte Telefonnummer kann und soll von jedem in Anspruch genommen werden, der in dieser Krise von besonderen Ängsten, Sorgen und Nöten geplagt ist – so individuell die Themen auch sein mögen.

„Außerdem dient sie ebenso als Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe anbieten möchten“, erklärt Bernhard Verholen, Sprecher der AG der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Über die Hotline haben sich bereits 60 Menschen gemeldet, um Risikogruppen ehrenamtlich zum Beispiel bei Lebensmitteleinkäufen zu unterstützen.

Diese Art des sozialen Zusammenhalts macht sich in Aachen durch eine Vielzahl von Initiativen bemerkbar. „Es ist schön zu sehen, dass in Krisen-Zeiten eine neue Form der Solidarität entsteht und viele Bürgerinnen und Bürger sich aktiv einbringen“, so Manfred Sicking, Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen. „Wir sehen es als unsere Aufgabe in enger Kooperation mit ehrenamtlich Beteiligten die nötige informative Infrastruktur zu gewährleisten“, betont er.

Aus diesem Grund bündelt die Initiative #Gemeinsamhelfen der Stadt Aachen und der freien Wohlfahrtsverbände die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen und Hilfsangebote in Aachen. Das betrifft unter anderem auch die Essensausgaben der Tafel. Einen Ausgleich für fehlende Essensversorgung schaffen hier vermehrt Angebote, wie zum Beispiel Care-Pakete für Wohnungslose und Bedürftige.

„Das Minimieren des Kontaktes, das in diesen Zeiten sinnvoll und richtig ist, wird gleichzeitig auch ein Problem, denn es bedeutet, dass viele Menschen gewohnte Hilfeleistungen, nicht mehr wie üblich in Anspruch nehmen können“, so Rolf Frankenberger, Fachbereichsleiter Wohnen, Soziales und Integration.

Doch wo Hilfe angeboten wird, darf sie gerne auch entgegen genommen werden. „Keine falschen Hemmungen!“, bittet Frankenberger. Die Hotline wird noch auf längere Sicht freigeschaltet bleiben.