Neue Buchveröffentlichung: Die Geschichte des ersten Karnevalsprinzen

Neue Buchveröffentlichung : Die Geschichte des ersten Karnevalsprinzen

Arthur Boyd Reumont ist der erste namentlich bekannte Aachener Karnevalsprinz und seine Geschichte ist es wert, erzählt zu werden. Das meint der Aachener Karnevalsverein (AKV) und legte zu seinem 160-jährigen Bestehen ein Buch auf, das eben diesen Prinzen aus Amerika zum Inhalt hat.

Die Autorin und Journalistin Jutta Katsaitis-Schmitz lieferte gleichsam die Steilvorlage für dieses Buch, indem sie den Werdegang der ersten Aachener Prinzen rekonstruierte. Die Autorin Anne Stutenkemper begann dann, die Geschichte aufzuschreiben und stellte dabei fest, dass das auch ohne viel Ursprungsmaterial ganz wunderbar funktionierte. Eine kleine Schildkröte übernimmt die Rolle der Erzählerin und macht dabei die Bedeutung des Erinnerns und des Erzählens erst richtig deutlich, so Anne Stutenkemper.

„Ich bin Humboldt. Zugegeben der Name klingt nicht modern. Nun ja, seit ich geschlüpft bin, sind auch schon einige Jahre vergangenen“, stellt sich die Schildkröte gleich zu Beginn vor. Der Aachener Illustrator Silvio Neuendorf gab ihr ebenso wie allen anderen Figuren ein Gesicht. „Die Arbeit hat mir großen Spaß gemacht“, sagt er und betont, dass ihm gerade die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gut gefallen hat.

Überhaupt ist die Stimmung sehr gut, als AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil den Band öffentlich vorstellt. Und der designierte Prinz Martin I. verspricht gleich, das Buch in der kommenden Session entsprechend hochzuhalten. „Es ist eine großartige Idee, um Traditionen und Brauchtum zu bewahren“, sagte er. Und das sehen wohl auch die Mitglieder des AKV so. Die haben sich nämlich laut Pfeil dafür entschieden, statt einer Feier zum 160-jährigen Bestehen des AKV lieber dieses Buch zu unterstützen. Eine gute Wahl – wie nun alle Beteiligten meinen.

Der Prinz aus Amerika ist 16 Jahre alt, als er mit seiner Familie nach Aachen kommt. Die Statue von Kaiser Karl, der Aachener Dom und der Elisengarten sind die ersten Zeichnungen von Arthurs neuer Heimat. Und dann zeigt eine doppelseitig auseinander faltbare Zeichnung einen der großen Aachener Faschingszüge. Arthur hat sich indes längst in Aachen eingelebt: „Er kannte jede Gasse, jeden Kopfstein und jedes zweite Gesicht“, heißt es in dem Buch. Und als er 1881 zum Karnevalsprinzen gekrönt wird, erfüllt sich ein Traum für ihn. Doch damit ist Arthurs Geschichte natürlich noch nicht zu Ende.

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