Aachen: Die Euregio-Wirtschaftsschau hat auch Grenzen überwunden

Aachen: Die Euregio-Wirtschaftsschau hat auch Grenzen überwunden

Was unter schwierigen Bedingungen begann, endete am Sonntag mit einem vollen Erfolg. Habe man anfangs noch buchstäblich gebibbert, ob angesichts frostiger Temperaturen und einer grassierenden Grippewelle die Lust am Kaufen, Schlendern und Schlemmern überhaupt ausreicht, könne man nun sagen: Sie reichte allemal.

Am Sonntag ist die neuntägige Euregio-Wirtschaftsschau in der Soers zu Ende gegangen. Wie im vergangenen Jahr war der Besucherandrang zur Messe, an der auf dem CHIO-Gelände rund 275 Aussteller teilnahmen, groß.

Zogen eine positive Bilanz der Euregio-Wirtschaftsschau: Messeleiterin Kathrin Halcour und Andreas Troßmann, Geschäftsführer der Euregio-Messen. Foto: Andreas Schmitter

„An Spitzentagen hatten wir an die 10.000 Besucher zu verbuchen“, sagte Pressesprecherin Janou Müller-Beuermann — was wohl auch mit dem stetig wachsenden Bekanntheitsgrad zusammenhänge: „Natürlich kommen Aussteller und Besucher in erster Linie aus der Region“, so der Geschäftsführer der Euregio-Messen, Andreas Troßmann. „Aber ich habe mit einigen Besuchern gesprochen, die aus Düsseldorf, Bonn oder Wuppertal angereist sind.“

Dass die Wirtschaftsschau im Wortsinn Grenzen überwunden hat, zeigte sich auch in der Wahl der Partnerstadt Eupen. Es war das erste Mal in 32 Jahren Messe, dass eine weitere Stadt Gelegenheit hatte, sich als touristischer und kulinarischer Ort zu präsentieren. Ziel war es, die Vorteile des Dreiländerecks zu nutzen und die Schau auch beim Nachbarn zu etablieren.

Und da das Konzept aufgegangen sei, sei ein Partner auch in Zukunft eingeplant. Überhaupt wolle man für die nächsten Jahre noch mehr kleine, regionale Einzelhändler ansprechen, die sich zu einer Interessengemeinschaft zusammentun und an der „EWS“ teilnehmen könnten, weil die Resonanz so positiv gewesen sei.

Mottotage

Gleiches gelte für die Mottotage wie etwa den Senioren- oder den Eupen-Tag. Hier bestehe allerdings noch Potenzial: „Wir wollen zukünftig ein umfangreicheres Rahmenprogramm mit mehr Live-Vorträgen an den jeweiligen Tagen anbieten“, sagte Messeleiterin Kathrin Halcour am Sonntag. „Schließlich lebt eine solche Messe von der Live-Situation und dem unmittelbaren Austausch.“ Außerdem plane man für die kommende Wirtschaftsschau am zweiten Messefreitag einen langen Shoppingabend ein.

Thematisch hatte die Wirtschaftsschau neben den Mottotagen vor allem Neuheiten zu präsentieren. Die Virtual-Reality-Brillen und die „Eissauna“ waren nur zwei davon. „Die Kryotherapie setzt den Körper für drei Minuten Temperaturen von plus 80 bis minus 196 Grad Celsius aus“, erklärte Harald von Ameln. Aus medizinischer Sicht sei das Verfahren ein Alleskönner: Sportliche Leistungen würden erhöht, Stress werde reduziert, und Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose würden gelindert — wer wollte, konnte es sofort ausprobieren.

Und ein voller Erfolg für die Messe bedeutet übrigens in diesem Fall auch einer für viele Kinder: Die zwei „größten Frühstücksangebote der Region“ haben 7500 Euro eingebracht, die nun an den Verein „breakfast4kids“ gehen. Dieser wiederum investiert das Geld, um Hunderten Jungen und Mädchen in der Region ein Frühstück zu ermöglichen.

Noch mehr Neuigkeiten

Kathrin Halcour freut sich angesichts dieser Erfolge jedenfalls schon auf die nächste Euregio-Wirtschaftsschau, die vom 22. bis 31. März 2019 stattfinden wird. Dann setze man auf noch mehr Produktneuheiten, noch mehr Digitales, noch mehr Rahmenprogramm.