Originelle Benefizidee: Die Eisenbahn kreist in luftiger Höhe

Originelle Benefizidee : Die Eisenbahn kreist in luftiger Höhe

In luftiger Höhe zieht sie ihre Kreise und sorgt dabei dafür, dass die sozial-karitativen Projekte des Rotary Clubs Aachen-Land finanzielle Unterstützung bekommen. Die Lehmann-Groß-Bahn (LGB) in der Bahnhofsvision in Kornelimünster zieht die Blicke auf sich und passt ganz wunderbar ins Ambiente der Gaststätte.

Genau so hatte sich das Harald Müller, Rotary Club Aachen-Land, vorgestellt. Er ist Modelleisenbahner durch und durch, und dass seine Kollegen ihn nun zur offiziellen Eröffnung der „neuen Bahnstrecke“ mit den entsprechenden Utensilien ausstatteten, kam ihm offensichtlich sehr gelegen: Trillerpfeife, rote Schärpe und Schaffnermütze gehören eben dazu, wenn man sich in die Welt der Eisenbahner begibt – und das auch dann, wenn es sich „nur“ um eine Modelleisenbahn handelt.

„Wer die Bahn mit einem Euro in Bewegung bringt, der tut etwas für den guten Zweck“, sagt Harald Müller. Mit dem Erlös aus dem Münzautomaten sollen Projekte wie „Therapeutisches Reiten im Lohner Hof“, „Lesen lernen – leben lernen“ oder die „Kleiderhilfe der Grünen Damen im Klinikum“ unterstützt werden. Bevor die Bahn aber nun tatsächlich vor den Augen der Rotarier Aachen-Land offiziell die erste Reise antrat, war es ein langer Weg.

Die Lok mit den entsprechenden Waggons war zwar schon da, aber die Schienenführung in luftiger Höhe mit der dazugehörenden Technik erwies sich offensichtlich als große Herausforderung. Müller sammelte einen ganzen Kreis an Helfern und Unterstützern um sich und dankte nun bei der offiziellen Einweihung einem nach dem anderen für sein Engagement.

Müller ist überzeugt, dass die Modelleisenbahn nach wie vor eine große Faszination ausübt, auch wenn sie inzwischen aus den meisten Kinderzimmern verschwunden sei. Und es waren Kinder, die nun den ersten Euro in den Münzautomaten warfen, um die Bahn im alten Venn-Bahnhof in Kornelimünster in Bewegung zu setzen. „In der Bahnhofsvision spüren die Gäste eine Begegnungswelt mit besonderen Akzenten“, meint Müller. Und im vorherrschenden Eisenbahn-Ambiente ist die neue Bahn tatsächlich eine Bereicherung. Dieser Meinung sind offensichtlich auch die ersten Sponsoren, denn sie unterstützen die Aktion, indem sie die Werbefläche auf den kreisenden Waggons buchen.

Und als ganz besonderes i-Tüpfelchen wurde die Bahn mit einer Kamera ausgestattet. Die Bilder, die sie während der Fahrt aufzeichnet, sind auf einem Monitor zu sehen. Laut Harald Müller waren insgesamt jede Menge Spezialisten und rund 1000 Arbeitsstunden notwendig, um das gesamte Projekt zu realisieren. „Und ohne Norbert Zimmermann und die Lebenshilfe-Werkstätten wäre es nicht gegangen“, meint Müller schließlich noch. Zimmermann war demnach von Anfang an begeistert und hat dafür gesorgt, dass die Werkstätten ganz vorne mit dabei waren, um das Projekt zu realisieren.