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Die Caritas Betriebs- und Werkstätten nähen Schutzmasken

Caritas-Werkstätten : Schutzmasken werden in Serie genäht

Sie nähen und nähen. Gut gelaunt und in Rekordzeit: Die Mitarbeiter der Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH (CBW) nähen Schutzmasken. Das sind keine medizinischen Produkte. Aber sie bilden eine Barriere vor dem Kontakt mit Tröpfchen von anderen Menschen.

„Wir machen Überstunden“, sagt Dirk Leifeld, CBW-Betriebsleiter der Werke in der Städteregion, wo die Nähereien untergebracht sind. Seit letzter Woche laufen in Kohlscheid und Weisweiler die Industrie-Nähmaschinen heiß.

„Krankenhäuser fragten uns, ob wir einen Mundschutz nähen können“, erinnert sich Leifeld an die Zeit, als wegen Corona schnell alle medizinischen Produkte vergriffen waren. „Wir nähen mit einem Stoff aus Baumwolle. Den legen wir dreilagig und fertigen professionelle Masken, mit Falten und Bändchen, die wir günstig verkaufen“, erklärt der Betriebsleiter.

Dabei ist die Baumwolle nicht das Material, das vom Robert Koch-Institut für Mund-Nasen-Schutz freigegeben ist. „Dieser Stoff ist nicht mehr zu bekommen“, weiß Dirk Leifeld, der dann gemeinsam mit Krankenhäusern und dem Gesundheitsamt der Städteregion entschied: „Wir nähen textile Masken, die mit 95 Grad gewaschen werden können. Die sind besser als nichts.“

Was bedeutet das? „In der aktuellen Situation wird ein Mund-Nasen-Schutz auch in einer einfachen Form empfohlen, weil dieser als physikalische Barriere vor dem Kontakt mit Tröpfchen wirkt“, zitiert Leifeld einen Teil des Beipackzettels, der den Masken, die als Einmal- oder Mehrweg-Produkte angeboten werden, beigelegt ist. Die Barriere sollte auf jeden Fall im Kontakt mit Menschen in Quarantäne oder mit besonders gefährdeten Personen als Mindestschutz unbedingt eingesetzt werden.

Das wissen schon viele Kunden der CBW in der Städteregion. Die Pflegedienste der Caritas, Arztpraxen, Krankenhäuser und die Feuerwehr stehen auf der Warteliste, die im Vertriebsbüro der CBW geführt werden. Dort können sich auch Privatpersonen registrieren lassen.

Damit das alles schnell geht, sind die Masken in Serie gegangen. Rechteckige Schablonen wurden gefertigt, die in der CBW-eigenen Holzabteilung hergestellt wurden. In verschiedenen Schritten wurde dann festgelegt, wer welchen Arbeitsgang erledigt.

„Jetzt nähen wir“, sagt Bekleidungsschneiderin Andrea Dahmen, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Nähmaschinen heiß laufen lässt. Am Ende werden in 50er oder 200er Boxen die Masken zu ihren Empfängern geschickt.

(CBW)