September Special: Die Aachener City im Takt von Beat, Rock und Soul

September Special : Die Aachener City im Takt von Beat, Rock und Soul

Was für ein Unterschied! Im vergangenen Jahr Regen ohne Ende — in diesem Jahr im Vergleich geradezu hochsommerliche Verhältnisse beim September Special.

Tagsüber Sonnenschein an allen Plätzen, abends kein Tröpfchen Regen. Perfekt für die rund 35 Acts auf den vier Bühnen in der Innenstadt. So schwärmte Rick Takvorian für das Veranstaltungsmanagement des städtischen Kulturbetriebs besonders von zwei abendlichen Gastspielen im Elisengarten: „Wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass es bereits am Donnerstagabend mit dem Saint City Orchestra derart rund ging“, berichtete er. Die Band mit den deftigen irischen Folkklängen rockte die Zuschauer gewaltig.

Mit gleicher Magnetwirkung brachten „The Blues Shacks“ um Sängerin Bonita am Samstag soulige Gefühle unter die Leute. Am Sonntagabend folgten die „Mika Allstars & Friends“ mit lokalen Größen wie dem Pianisten Stefan Michalke und verschiedenen Sängerinnen aus der regionalen Szene.

Samstagabend im Elisengarten: „The Blues Shacks“ brachten mit der stimmgewaltigen Frontfrau Bonita Soul in die Innenstadt. Foto: Andreas Herrmann

„Qualitativ hohes Programm“

Für die vom Märkte und Aktionskreis City (MAC) betreuten Bühnen auf dem Münsterplatz wie auf dem Markt — hier sind regelmäßig die Programmverantwortlichen der Burg Wilhelmstein mit im Boot — resümierte MAC-Geschäftsführer Manfred Piana: „Wir hatte selten ein so ausgeglichenes und qualitativ hochstehendes Programm wie in diesem Jahr.“ Ganz besonders habe ihm eine Neuheit gefallen, die auch beim Publikum richtig gut angekommen sei: „Mit der Gruppe ‚Sein‘ am Münsterplatz und einem Sonderauftritt am Markt ist eine Truppe zur Geltung gekommen, die wirklich sehenswert ist“, meinte Piana. Das Besondere ist das Inklusionskonzept, die Mischung aus elf behinderten Musikern und Artisten mit nicht behinderten Künstlern, die ein unbedingt sehenswertes Spektakel auf die Bühnen brachten.

Begeisterndes Projekt etwas anderer Art: Die Inklusionsband „Sein“ begeisterte gleich an mehreren Orten restlos.

Absoluter Magnet war die Köln-Bonner Formation „Querbeat“ mit ihren Fastelovvend-Hits auf dem Markt. Der musste bereits früh wegen drohender Überfüllung dicht gemacht werden, an den fünf Schleusen warteten da immer noch 150 bis 200 Fans...

Der „Öcher Ovvend“ auf dem Münsterplatz mit dem Moderatoren-Duo Manfred und Jan Savelsberg hat eine feste Fangemeinde, die von Stadtsprecher Bernd Büttgens und Robert Esser, Redakteur unserer Zeitung, moderierte Donnerstagsshow zum Auftakt des September Special und dem Titel „Aachen hausgemacht!“ hatte hohen Unterhaltungswert — und dieses Mal eben keine Nässeeinbrüche.

Bluesrock vom Besten: Saturday Night Fish Fry auf dem Münsterplatz.

Ein wenig weiter weg vom Schuss, aber keinesfalls weniger attraktiv, ist das auf jüngeres Publikum fokussierte Programm am Templergraben, das die RWTH mit dem Musikbunker veranstaltet. Dort waren angesagte DJs wie am Freitagabend das Berliner Duo Prismode & Solvane zu hören, aber auch Musiker wie der Aachener Raphael Stein mit seinem Gitarren-Projekt „Raw Raw Content“. Die Session am Templergraben endete gegen 22 Uhr mit den Lehmanns Brothers, einer jazzigen Kombo aus Angouléme.

Pressvoll zum Abschluss: Zahlreiche Fans konnten „Querbeat“ nur hören und nicht sehen. Foto: Andreas Steindl

Für MAC-Organisator Manfred Piana war wichtig: „Wir hatten keine Zwischenfälle, es war bislang alles ruhig“, sagte er am Sonntag nach einem gelungenen City-Fest über vier lange Tage.

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