Aachen: Design-Absolventen der FH präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Aachen : Design-Absolventen der FH präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Von innovativen Möbeln über Werbe- und Informationskampagnen bis hin zu Animationsfilmen: Insgesamt 50 Absolventinnen und Absolventen der Bachelorstudiengänge Kommunikations- und Produktdesign und des Masterstudiengangs Kommunikations- und Produktdesign der Fachhochschule präsentieren im Rahmen der Ausstellung „Diploma“ ihre Abschlussarbeiten.

Jeweils ein Semester lang arbeiteten die Studierenden an beispielsweise Kampagnen, Büchern, Fahrzeugmodellen und Ausstellungskonzepten. Die Vielfalt der Projekte ist enorm.

Trotz der teilweise sehr unterschiedlichen Projekte spielt in vielen Projekten Nachhaltigkeit eine große Rolle, zudem werden oft aktuelle gesellschaftliche und ökologische Probleme behandelt. So beschäftigte sich die Absolventin Franziska Voegler mit „Urban Farming“, gebäudegebundene Landwirtschaft in der Stadt: In ihrem Informationsdesign zeigt sie auf, wie Stadtgebäude zur perfekten Umgebung für Pflanzenwachstum werden und gleichzeitig Transportwege für die frischen Produkte wegfallen. Die Master-Absolventen Romina Patt und Eike Töllner entwickelten im gemeinsamen Abschlussprojekt „Umfeld“ ein Gesamtkonzept für den Direktvertrieb von regionalen Lebensmitteln im Internet.

Absolventin Lea Steinrücke behandelte im Rahmen ihres Projektes „Facetten der Freiheit“ die Themen Feminismus, Gleichberechtigung und Diversität, ihre Kommilitonin Anna Hermsdorf erarbeitete mit „Schrecken der Meere — Verschwindet Nemo?“ ein attraktives Ausstellungskonzept zum Thema Überfischung. „Ich habe mich wegen der Brisanz und Aktualität des Themas dafür entschieden“, so Hermsdorf.

Genau das sei es, was im Laufe des Studiums erreicht werden soll, sagte Ralf Weißmantel, Professor im Fachbereich Gestaltung: „Die Designbranche steht häufig unter dem Generalverdacht, Dinge nur oberflächlich aufzuhübschen.“ Aber das stimme nicht: „Vielmehr geht es im Design darum, Dingen auf den Grund zu gehen, kritisch zu sein und Probleme anzugehen, Lösungen vorzuschlagen und diese dann so visuell aufzubereiten, dass die Welt sie versteht.“ Es freue ihn sehr, dass sich viele Studierende dazu entschieden hätten, auch in ihrer Abschlussarbeit ein aktuelles gesellschaftliches Problem zu behandeln.

Historie der Stadt

Neben vielen überregionalen oder nicht verorteten Themen haben auch einige Projekte einen Bezug zu Aachen. Der Bachelor-Absolvent Nils Stigler beispielsweise erarbeitete nach längerer Beschäftigung mit der Historie der Stadt ein umfassendes neues Erscheinungsbild für das Tuchwerk in der Soers, Nina Lynen entwickelte die Kampagne „Voll Printe!“ in Kooperation mit der Bäckerei Moss, um die Printe weg von ihrem saisonalen Image zu holen, schließlich schmecke sie ja zu jeder Jahreszeit, so Lynen. Insgesamt sei Weißmantel mehr als zufrieden mit der diesjährigen Ausstellung und den entwickelten Projekten und freue sich darauf, dass manche Arbeiten wahrscheinlich umgesetzt würden.

Die Abschluss-Ausstellung „Diploma“ ist am Samstag, 17. Februar, von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei an der FH Aachen, Fachbereich Gestaltung, Boxgraben 100.

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