Der zweite After-Work-Markt startet am Donnerstag am Abteitor

Burtscheid lädt zum After-Work-Markt : Das feine Angebot nach getaner Arbeit

Das Modell hat Interesse geweckt – in Aachen selbst, in der Städteregion und darüber hinaus. Anfragen aus dem Frankenberger Viertel, aus Eschweiler und aus Kerpen hatten Wilfried Braunsdorf und sein Team von der Burtscheider Interessen-Gemeinschaft, kurz BIG. Der Burtscheider After-Work-Markt, 2018 erstmals ausgerichtet, hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Jetzt folgt die zweite Auflage.

Natürlich habe das „sensationelle Wetter“ dazu beigetragen. Aber Braunsdorf und sein Mitorganisator Artur Manjurka, selbst Geschäftsinhaber in der Kapellenstraße, sind vor allem vom Konzept überzeugt, das unter dem Slogan firmiert „Lecker essen und trinken nach dem Arbeitstag“. Und so wird auch 2019 fünf Mal grundsätzlich an jedem dritten Donnerstag im Monat auf den Platz vor dem Abteitor in der Fußgängerzone geladen.

Die Spannung wie im Auftaktjahr ist dieses Mal deutlich geringer. Schließlich wusste niemand um die Akzeptanz der Idee. „Aber als wir beim ersten Termin gegen 17.30 Uhr Schlangen an den Wagen sahen, wussten wir – das haut hin“, blickt der BIG-Vorsitzende kurz zurück. In der hat sich der Markt nach dem Feierabend schnell etabliert als die Wurst auf dem Grill kross ist. Was an mehreren Faktoren liegt.

„Wir wollten etwas Besonderes bieten. Nicht die übliche Pommes neben dem Biertresen“, skizziert Artur Manjurka das Konzept. Sowohl vom kulinarischen Angebot als auch vom Erscheinungsbild her sollte und soll direkt ein spezieller Charme ausgeht. Regionale Angebote aus liebevoll gestalteten Wagen machten aus der Idee Realität. Und als beliebter Treffpunkt hat sich der Platz längst an Fettdonnerstag, beim Weinfest, dem Weihnachtsmarkt und anderen Terminen etabliert.

Der After-Work-Markt ist aber durchaus auch als Marketing-Spot für die Burtscheider Geschäftswelt angekommen. „Wir wollen die Menschen auch aus den anderen Stadtteil für Burtscheid interessieren“, argumentiert Braunsdorf. Geschäfte und Restaurants haben auch bei der Premiere von der Anziehungskraft des Marktes profitiert.

Der Stadtteil öffnet sich nach außen, will aber seinen besonderen Charakter wahren. Denn Anfragen mitzumachen, habe es aus der Händlerschaft viele gegeben. Das Platzangebot schiebt aber einer starken Expansion ebenso einen Riegel und die BIG setzt Qualität vor Quantität. Der Markt-Charakter soll durch die Platz-Atmosphäre unterstrichen werden. Deshalb ist bislang auch die Ausdehnung in die Kapellenstraße kein Thema. Braunsdorf und Manjurka unterstreichen: „Der Markt wird auch 2019 etwas Besonderes bleiben.“

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