Aachen: Der Weg zum nachhaltigen Einkaufen

Aachen : Der Weg zum nachhaltigen Einkaufen

Wie alternativ ist Aachen? Dieser Frage ging die seit Sommer 2017 existierende Gruppe „Aachen im Wandel“ in Kooperation mit dem „Eine Welt Forum Aachen“ in den vergangenen Monaten auf den Grund. Gesucht wurden Gruppen, Initiativen und Vereine, die Alternativen zum herkömmlichen Konsumverhalten liefern. Das Resultat ist Aachens erster Stadtplan mit insgesamt 44 Alternativen.

„Wir möchten sowohl Menschen ansprechen, die neu in Aachen sind, als auch diejenigen, die schon länger nachhaltig und sozialverantwortlich wirtschaften. Dabei gibt es verschiedene Bereiche, wie beispielsweise Ideen und Möglichkeiten, wie man sich für den Klimaschutz einsetzen oder lokale innovative Mobilitäts- oder Energiesysteme mit aufbauen kann“, erklärt Klara Kauhausen von „Aachen im Wandel.“

In den Bereichen „Vernetzung“, „Konsum und Lebensmittel“, „Alternatives Wirtschaften“, „Mobilität“, „Do it yourself“, „Wohnen“, „Energie“, „Umwelt- und Naturschutz“ sowie „Freiräume“ und „Urban Gardening“ erhält der Leser viele Informationen, wie und wo konkret andere Möglichkeiten abseits des gebräuchlichen Verbrauchs realisiert werden.

So setzt sich die Initiative „Foodsharing Aachen“ für Lebensmittelrettungen aller Art ein. In Absprache mit Supermärkten, Bäckereien und anderen Geschäften holen die Akteure Lebensmittel ab, die nicht mehr verkäuflich, aber noch essbar sind. Diese werden anschließend weiterverteilt oder selbst verbraucht.

Für den Erhalt natürlicher Grünflächen und insbesondere von Bäumen, setzt sich der Aachener Baumschutzbund ein.

Auch der Kooperationspartner selbst ist Teil des Plans. „Das „Eine Welt Forum“ ist ein Zusammenschluss von Gruppen, Vereinen und Initiativen der Region Aachen, die in verschiedenen Bereichen zur Förderung einer nachhaltigen und global gerechten Entwicklung tätig sind. Wichtige Ziele sind der Aufbau einer umfassenden Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen sowie die Kooperation in einem lebendigen und aktiven Netzwerk“, betont Maryam Aliakbari vom Forum. 1500 alternative Stadtpläne wurden gedruckt, ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht dennoch nicht. „Wir haben zwar viele Vereine und Organisationen erreichen können, aber es gibt vielleicht noch weitere, von denen wir gar nichts wissen. Diese können sich selbstverständlich bei uns melden“, ergänzt Kauhausen.

Ausstellung bis 26. Mai

Der Stadtplan der Alternativen ist kostenlos im „Eine Welt Forum“ an der Schanz 1, in der Volkshochschule, Peterstraße 21 bis 25, im Logoi, Jakobstraße 25a und im Pfannenzauber, Suermondtplatz 12 erhältlich. Online ist er unter https://www.1wf.de/ und auf der Facebook-Seite von „Aachen im Wandel“. Zudem zeigt die Gruppe noch bis zum 26. Mai die Ausstellung „Endlich Wachstum!“ in der Volkshochschule.