Infoabende und Filme: Der Weg zu fairem Verbraucherhandeln

Infoabende und Filme : Der Weg zu fairem Verbraucherhandeln

Die Veranstaltungsreihe des Bündnisses „FAIRhandeln“ beantwortet zahlreiche Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Neben Tipps zum Einkauf gibt es auch Ratschläge für einen nachhaltigen Garten.

Was muss ich in meinem Garten anbauen, um ihn nachhaltig und fair zu gestalten? Warum kaufen wir auf Dauer doch selten Fairtrade-Produkte, obwohl wir es uns fest vorgenommen haben? Und ist nachhaltig leben wirklich so teuer wie die meisten glauben? Dies sind nur einige der vielen Fragen, die das Aachener Bündnis „FAIRhandeln“ in seiner Veranstaltungsreihe möglichst vielen Besuchern näherbringen und beantworten möchte.

„FAIRhandeln ist ein 2006 von verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen, einigen Kommunen und dem Handel gegründetes Bündnis aus unterschiedlichen Akteuren, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Fairtrade-Gedanken in unserer Stadt an die Öffentlichkeit zu tragen und durch gezielte Aktionen und Veranstaltungen etwas zu bewegen“, fasst Mona Pursey vom Eine-Welt-Forum Aachen den Grundgedanken der Vereinigung zusammen.

Die Durchsetzung von Werten und Zielen wie mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhnen stehen für die Vertreter des Bündnisses an erster Stelle: „Auf diese Aspekte und Problemstellungen wollen wir in unserer Region aufmerksam machen, was auch funktioniert, denn der Trend in Aachen geht klar in Richtung ziviles Engagement für Fairtrade“, beobachtet Jan Salzmann, Vorstand im Eine-Welt-Forum Aachen.

Um zumindest in der Region weiter zu expandieren und sowohl wirtschaftlich als auch sozial auf den Fairtrade-Gedanken hinzuweisen, veranstaltet das Bündnis „FAIRhandeln“ in den kommenden Monaten diverse Informationsabende, zeigt Filme und diskutiert über aktuelle Probleme. „Dies fing schon auf der ersten Aachener Fairtrade-Messe am 31. August an. Dort haben wir den Fairtrade-Begriff verständlich definiert und auch eine Matrix erstellt, mit der man die Nachhaltigkeitsarbeit bestimmter Unternehmen messen kann“, berichtet Raphaela Kell vom Verein Regionale Resilienz Aachen, welcher als Leitidee vorgibt, die Städteregion zu einem lebenswerten, ökologisch gesundem und wirtschaftlich stabilen Raum zu gestalten.

Podiumsdiskussion im November

Die Veranstaltungsreihe wurde am Sonntag im Apollo Kino fortgesetzt. Dort wurde der Film „Unser Saatgut“, der über die zunehmende Knappheit einiger Saatgutarten informiert, gezeigt. Weiterhin wird es einen Spaziergang unter dem Motto „Essbare Stadt Aachen“ geben, hier sollen vor allem die kost- und essbaren Vorräte der Natur thematisiert werden. „Besonders interessant ist es immer zu sehen, wenn Jung und Alt gemeinsam über das Thema diskutieren. Daher laden wir am 14. November ab 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in das Haus der Evangelischen Kirche ein, wo wir mit einem Professor für Allgemeine Psychologie und einem jungen Fridays-for-Future-Aktivisten über das Kaufverhalten der Bevölkerung unter dem Gesichtspunkt Fairtrade debattieren“, informiert Jan Salzmann.

www.fairhandeln.info

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