Aachen: „Der Tyrann” liefert die Vorlage

Aachen: „Der Tyrann” liefert die Vorlage

Bernd Gombolds bekanntes Theaterstück „Der Tyrann”, in Hochdeutsch geschrieben, liefert die Vorlage für den „Öcher Verzäll.” Der hat sich zwar des Themas angenommen, aber von Günther Metz alles in fast lupenreines Öcher Platt umschreiben lassen.

Geändert wurde natürlich der Titel in „Vööl Hantiir op der Foffzigste”

Knapp drei Stunden soll herzhaft gelacht werden, verspricht erster Vorsitzender Leo Lauscher bei einem Probeabend. „Wir haben bewusst uralte Öcher Ausdrücke weggelassen, denn die können nur wenige noch reden, geschweige denn spielen”, so Lauscher. Ein dickes Lob zollt er Hans Bost aus dem niederländischen Kerkrade, der für die Regie verantwortlich zeichnet.

„Dat es e lösslich Stöcksje ee dreij Opzög”, schwärmt der Vorsitzende, der darin die Hauptrolle als Börjermeäster Albeät Babbel übernimmt. Und eben dieser Babbel, verheiratet mit sing Frau Jettche (Jette Meis), schikaniert permanent sein gesamtes Umfeld. Zum Leidwesen seiner Frau und Tochter Tresje (Gerti Rozenboom), die beide im Gemeindehaus ihre Brötchen verdienen. Nicht ungeschoren kommt seine Putzfrau Nes Horsch (Monika Lange) davon, denn die kann „schweigen wie eine Trompete”, erzählt ihrer besten Freundin, der Wirtin „Van de Rue Kann”, aber auch alles, was Babbel gegen die Hutschnur geht.

Dann steht Babbels 50. Geburtstag an, der soll im großen Festsaal gebührend gefeiert werden. Aber es gibt noch einige Hürden zu überwinden: Seine Tochter hat mit dem Sohn seines Erzfeindes, mit Jupp Juchels (Bernd Müller) „e Küddelche”. Schlimmer noch, Frau und Tochter wollen die Arbeit im Gemeindehaus hinschmeißen. Die Tyrannei haben beide satt. Nicht leicht haben es auch noch Mim Krechel, Metjled va der Jemengderoet (Wilma Kmieckowiak) und Schüll Dönnbier, versaufe Metjled va der Jemengderoet (Manfred Rozenboom).

Dann ist das Fest da, beste Freunde erscheinen, gratulieren und erfahren so ganz nebenbei vom Bürgermeister, dat deä Albeät zwei Jahre lang im Libanon als Fliesenleger gearbeitet hat. Nichts dagegen einzuwenden, aber alle spitzen die Ohren, dort hatte er eine Liebschaft mit einer Haremsdame, gesteht er freimütig. Da scheint sich was zusammenzubrauen.

„Mehr möchte ich nicht preisgeben”, sagt Leo Lauscher alias Albeät Babbel, das Schicksal werde seinen Lauf nehmen.

Premiere ist am Samstag, 29. September, 19 Uhr, im Brüssel-Saal des Eurogress, Aachen, Monheimsallee. Karten (zehn Euro) gibt es im gemeinsamen Mediastore von Aachener Zeitungsverlag und NetAachen, Großkölnstraße 56.