Aachen: Der Prototyp eines Elektrobusses soll bald auf Tour gehen

Aachen: Der Prototyp eines Elektrobusses soll bald auf Tour gehen

Bei der Aseag laufen die Umbauarbeiten eines Hybrid-Gelenkbusses zu einem Elektrobus auf Hochtouren. Bereits im Herbst soll dieser voraussichtlich im Linienverkehr eingesetzt werden.

Damit wäre dies nach jetzigem Stand deutschlandweit der erste elektrisch betriebene Gelenkbus im Linienverkehr. „Für uns stellt sich die Frage: Wie sieht der Nahverkehr der Zukunft aus? E-Mobilität liegt im Trend, denn sie ist lärm- und schadstoffärmer“, erklärte Aseag-Vorstand Michael Carmincke bei der Präsentation des Fahrzeugs.

Im Bus wird ein Batteriepaket mit einer Leistung von etwa 180 Kilowattstunden eingesetzt. Rund 1300 Batteriezellen verteilt auf Vorder- und Hinterwagen werden dem Fahrzeug die entsprechende Antriebskraft verleihen. Zuständig für die Batterietechnologie ist die im vergangenen Juli gegründete Futavis GmbH, die auf die Entwicklung und Produktion elektronischer Systeme zur Förderung erneuerbarer Energien spezialisiert ist.

Doch bevor das Fahrzeug eingesetzt wird, müssen unter den Augen der Dekra noch zahlreiche Sicherheits- und Leistungstest durchgeführt werden. Auch die Ladeinfrastruktur steht auf dem Prüfstand. Da der Bus per Stecker auf dem Betriebsgelände der Aseag geladen wird, kommt sein Einsatz zunächst nur auf der Linie 43 infrage. Sie passiert auf ihrer Strecke immer wieder das Areal an der Neuköllner Straße.

„Wenn wir genügend Erkenntnisse über den Energiebedarf gesammelt haben, könnten zusätzliche E-Fahrzeuge angeschafft werden“, erklärte Vorstand Carminckel. Rund 750.000 Euro kostet der Umbau. 75 Prozent der Kosten übernehmen Stadt und Städteregion, der Rest wird zum Teil durch die EU finanziert.

(broe)
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