Aachen: Der Karlspreis 2018 aus Sicht der Polizei

Aachen : Der Karlspreis 2018 aus Sicht der Polizei

Der Großeinsatz zur Verleihung des internationalen Karlspreises zu Aachen sowie das anschließende Rahmenprogramm verliefen aus Sicht der Aachener Polizei insgesamt störungsfrei. Lediglich ein Aachener widersetzte sich den Anweisungen der Polizeibeamten.

Auf und um den Markt und das Rathaus herum fanden insgesamt sieben friedliche Versammlungen, Proteste und Demonstrationen statt. Die teils lautstark vorgetragenen Proteste verliefen alle im rechtlichen Rahmen.

Ein 40-jähriger Aachener, der bereits im Vorfeld in den Sozialen Medien Störungen angekündigt hatte, widersetzte sich während der Feierlichkeiten gegen ein zuvor gegen ihn ausgesprochenes Bereichsbetretungsverbot. Deshalb nahmen ihn die Polizeibeamten in der Nähe des Doms in Gewahrsam.

Mit ihren Motorrädern und Einsatzfahrzeugen begleiteten die eingesetzten Beamten während des Karlspreises eine Vielzahl von Kolonnen. Im gesamten Einsatz wurde die Aachener Polizei tatkräftig von 16 auswärtigen Polizeibehörden aus NRW, von Polizeibehörden aus Rheinland-Pfalz und aus dem benachbarten Belgien und den Niederlanden sowie von der Bundespolizei unterstützt.

Polizeipräsident Dirk Weinspach zeigte sich sehr zufrieden mit dem Einsatz: „Die Polizei Aachen und die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Polizeibehörden haben im engen Schulterschluss mit der Stadt Aachen dazu beigetragen, dass sich alle beim Karlpreis sicher fühlen konnten.“ Ebenso positiv fiel das Fazit des Polizeiführers Herrn Lennartz aus: „Neben dem Schutz der Veranstaltung bestand die besondere polizeiliche Herausforderung darin, die Sicherheit der zahlreich erschienen Gäste, darunter hochrangige Politiker aus dem In- und Ausland, über zwei Tage zu gewährleisten. Nach umfangreichen Vorbereitungen der Polizei Aachen und dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen ist es uns gelungen, den Einsatz ohne nennenswerte Störungen zu beenden.“

Einen ebenso großen Dank sprach die Polizei den Bürgerinnen und Bürgern, Anwohnern/-Innen und Besucher/- Innen aus, die an beiden Tagen aufgrund der diesjährigen sehr umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vermehrte Einschränkungen in Kauf nehmen mussten.

Ebenfalls ruhiges Rahmenprogramm

Der Einsatz der Polizei im Rahmen des Vorabendprogramms zum Karlspreis am Mittwoch war ebenfalls ohne viele Vorkommnisse verlaufen. Lediglich eine spontane Versammlung von Demonstranten, ein verdächtiger Gegenstand auf dem Marktplatz und ein Randalierer an der Neupforte sorgten für größere Einsätze.

Gegen 17 Uhr war es am Mittwoch zu einer ersten spontanen Versammlung von Demonstranten gekommen, die gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange demonstrierten. Die Polizei hatte daraufhin Kontakt zum Veranstalter aufgenommen, die Demonstration verlief störungsfrei und ohne Vorkommnisse.

Um 17.30 Uhr hatten Beamte auf dem Marktplatz einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Der Bereich wurde vorsorglich geräumt und abgesperrt. Spezialkräfte nahmen den Gegenstand unter die Lupe und gaben Entwarnung, sodass der Markt wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden konnte.

Eine Stunde später versuchte ein Mann mit ins Gesicht gezogener Kapuze, an der Neupforte eine Polizeikontrolle zu passieren. Der Mann war mit der Kontrolle nicht einverstanden, randalierte und leistete Widerstand gegen die Polizeibeamten. Der 32-Jährige wurde daraufhin in Gewahrsam genommen, eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte folgte. Der Mann wurde erst am späten Abend wieder entlassen - mit einem Betretungsverbot für die Feierörtlichkeiten am Donnerstag.

Der weitere Abend und die Nacht zum Donnerstag verliefen ohne weitere Vorkommnisse. Die Veranstaltungen rund zum Karlspreisvorprogramm verliefen störungsfrei.

(red/pol)