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Prüfung abgelegt: Der Jagdgebrauchshundverein legt strenge ethische Maßstäbe an

Prüfung abgelegt : Der Jagdgebrauchshundverein legt strenge ethische Maßstäbe an

Der Jagdgebrauchshundverein Aachen hat für die Kreisjägerschaft Aachen-Stadt und -Land die Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde ausgerichtet.

Die teilnehmenden Gespanne aus Jägerinnen und Jägern mit ihren Jagdhunden wurden in verschiedenen Arbeitsgebieten geprüft.

Fünf Gespanne mussten sich im Arbeitsgebiet „Nachsuche auf Niederwild (außer Rehwild)“, zehn Gespanne im Arbeitsgebiet „Nachsuche auf Schalenwild“ beweisen. 13 Gespanne erhielten anschließend im Haus Goertz in Herzogenrath aus den Händen von Rolf Kuckelkorn, Vorsitzender des Jagdgebrauchshundverein (JGV) Aachen, das begehrte offizielle Prüfungszeugnis.

Ein gut ausgeprägter Geruchssinn und Jagdinstinkt haben Hunde schon immer zu beliebten Gefährten des Menschen gemacht. Auch heute machen sich Jägerinnen und Jäger diese Fähigkeiten von Jagdhunden zu Nutze. Zwar verfügen alle Hunde über einen Jagdinstinkt, der von Rasse zu Rasse unterschiedlich für die jeweiligen Arbeitsgebiete ausgeprägt ist, allein das macht aber nach Aussage des Jagdgebrauchshundvereins noch keinen guten Jagdhund aus.

Jägerinnen und Jäger verpflichten sich laut JGV in Deutschland zu einer „waidgerechten Jagdausübung, die strengen ethischen Standards unterliegt“. Dazu gehöre auch der Einsatz gut ausgebildeter Jagdhunde.

Ob ein Hund im Sinne der gesetzlichen Vorschriften und Waidgerechtigkeit für die Jagd eingesetzt werden könne, entscheide sich in der sogenannten „Brauchbarkeitsprüfung“. Sie ist laut JGV „eine der wichtigsten Prüfungen im Leben eines Jagdhundes“.

Ihr gehen viele Monate des Trainings und des Lernens voraus. Jägerinnen und Jäger üben mit ihren Hunden anhand von künstlichen Fährten und Spuren verletztes Wild selbstständig zu finden, anzuzeigen und ggfs. zu apportieren. Dieses Können wird in der Brauchbarkeitsprüfung vorgeführt und von Verbandsrichterinnen und Verbandsrichtern beurteilt.

Die Gespanne aus Jägerinnen und Jägern und ihren Jagdhunden, die jetzt erfolgreich ihre Brauchbarkeitsprüfung absolviert haben, würden nach Aussage des JGV ab jetzt nicht nur zu einer tierschutzkonformen Jagd beitragen, sondern würden auch zum Beispiel bei Wildunfällen im Straßenverkehr eingesetzt. Gut ausgebildete Jagdhunde könnten verletztes Wild schnell auffinden „und damit unnötiges Leid verhindern“, so der Jagdgebrauchshundverein .

(red)