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Weihnachtssingen: Der größte Chor der Region auf dem Aachener Tivoli

Weihnachtssingen : Der größte Chor der Region auf dem Aachener Tivoli

Der größte Chor der Region: Auf dem Tivoli findet wieder das traditionelle Weihnachtssingen statt. 25.000 Besucher sind das erhoffte Ziel der Veranstalter.

Die Aseag plant mit ausverkauftem Tivoli, die Organisatoren des diesjährigen Weihnachtssingen geben sich etwas bescheidener. „Wenn wir diesmal wieder 25.000 Besucher erreichen, sind wir schon sehr zufrieden“, sagt Christian Mourad (CreatEvent), der zum ersten Mal als Veranstalter bei der Planung des Weihnachtssingen mit im Boot sitzt.

2019 kamen tatsächlich 25.000 Besucherinnen und Besucher ins Stadion an der Krefelder Straße in Aachen. Und auch diesmal scheint das Interesse wieder groß: 16.000 Karten wurden bereits verkauft.

„Aber da ist noch Luft nach oben“, sagen die Veranstalter und werben für einen vorweihnachtlichen Besuch auf dem Tivoli. Und dass das Weihnachtssingen in diesem Jahr nach zweijähriger Zwangspause durch Corona endlich wieder stattfinden kann, darüber freuen sich alle Beteiligten.

Zum inzwischen achten Mal öffnen sich am Mittwoch, 21. Dezember, die Tore des Stadions, um all jene zu empfangen, die sich in der Gemeinschaft auf das Weihnachtsfest einstimmen wollen. Im Mittelpunkt steht dabei laut Pfarrer Siegmar Müller von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) nach wie vor die christliche Weihnachtsbotschaft.

„Gott wurde Mensch und durch Jesus Christus Teil dieser Welt“, sagt er. Und von diesem großen Geheimnis, das keiner so richtig fassen könne, handeln demnach auch die Weihnachtslieder. Und so sind es eben die traditionellen Lieder und Weisen, die auch beim Weihnachtssingen am beliebtesten sind. „Wir müssen das Programm gar nicht jedes Mal wieder neu gestalten“, sagt Müller.

Was vor zehn Jahren ganz bescheiden mit 3000 Besuchern begann, hat sich dann im Laufe der Jahre zu einem beachtlichen Event gemausert. Mit von der Partie sind seit Beginn die Fan-Gruppen von Alemannia Aachen, die den Abend lautstark begleiten.

Laut Bernhard Deil, Aachener Stadion-Beteiligungsgesellschaft (ASB), ist dieser Tag für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Denn beim Weihnachtssingen bekommen auch Menschen Zugang ins Stadion, die es ansonsten eigentlich eher nicht betreten. Diesmal müssen sich allerdings alle dem Fußball beugen. Weil das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft auf den vierten Adventssonntag fällt, findet das Weihnachtssingen erstmals an einem Mittwoch statt: Und zwar an besagtem 21. Dezember, von 19 bis 21 Uhr.

Alle Beteiligten stehen längst in den Startlöchern und freuen sich auf einen besinnlichen Abend unter freiem Himmel. Erstmals sind auch die Sternsinger mit dabei. Laut Pfarrer Siegmar Müller werden sie gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen des Chors St. Katharina Aachen-Forst als Heilige Drei Könige einen besonderen Akzent setzen.

Die Schirmherrschaft des Abends hat Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen übernommen. Sie wird eine kleine Ansprache halten. Auch der Krieg in der Ukraine wird im Rahmen eines Gesprächs mit einem ukrainischen Pfarrer berücksichtigt. Und die studentische Initiative „Second Light“ wird dafür sorgen, dass die vielen Kerzenreste nach der Veranstaltung eingesammelt und recycelt werden.

Die Studenten der Fachhochschule Aachen haben auch in diesem Jahr wieder unter Leitung von Professor Christoph Scheller eine Werbekampagne entwickelt: Mit unzähligen Lichtern und dem Vers „O kommet doch all“ wollen sie die Menschen ins Stadion locken.

Damit die vielen Besucherinnen und Besucher auch problemlos zur Krefelder Straße kommen, will die Aseag so richtig „auffahren“: Im Vier-Minuten-Takt werden Busse vom Zentrum zum Stadion fahren, und auch nach Ende der Veranstaltung soll einer problemlosen Heimfahrt nichts entgegenstehen. Zum ersten Mal wird beispielsweise auch ein Wagen direkt nach Monschau fahren. Rund 30 Busse werden bereitstehen, um alle Gäste wieder in ihre jeweiligen Heimatorte rund um Aachen zu bringen.

Laut Alexander Carl, Fachbereichsleiter Betriebsplanung Aseag, werden 30 zusätzliche Fahrer benötigt, um diesen Abend zu stemmen. Aber die allgemeine Begeisterung für das große Weihnachtssingen auf dem Tivoli mache auch vor den Fahrern nicht halt. Die unterstützen die Aktion demnach sehr gerne.